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DEMIUS – Abriss und Demontage, Berlin Termin holen

Schornstein abbrechen in Berlin

Ein Schornstein steht selten für sich. Er geht durch jedes Geschoss, endet über dem Dach – und gehört fast nie nur einer Partei.

Schornsteinkopf wird auf dem Dach mit dem Abbruchhammer abgetragen
Der Kopf geht Stein für Stein herunter – nicht umgestoßen, sondern abgetragen.
Zug frei?erste Frage vor allem anderen
Von obenRückbau Stein für Stein
DichtDach­anschluss noch am selben Tag
Preis stehtschriftlich nach der Besichtigung
Der entscheidende Punkt

Ist der Zug wirklich frei?

Bevor irgendjemand einen Stein anfasst, muss geklärt sein, ob an diesem Schornstein noch etwas angeschlossen ist. Diese Frage beantwortet nicht der Eigentümer, sondern der Bezirks­schornsteinfeger.

In Berliner Altbauten laufen in einem Schornstein­block mehrere Züge nebeneinander – einer für jede Wohnung, manchmal über fünf Geschosse. Was im Dach­geschoss wie ein toter Schacht aussieht, kann drei Etagen tiefer eine Gastherme entlüften.

So arbeiten wirEin stillgelegter Zug ist erst stillgelegt, wenn es schriftlich vorliegt.

Deshalb gilt bei uns eine feste Regel: Ohne Bescheinigung des bevollmächtigten Bezirks­schornsteinfegers über die Stilllegung wird nicht zurückgebaut. Das ist keine Vorsicht, sondern Voraussetzung.

Drei Varianten

Wie weit soll er zurück?

Selten muss ein Schornstein vollständig verschwinden. Meist reicht ein Teilrückbau – und der ist deutlich weniger aufwendig.

Nur über Dach

Der Kopf wird bis unter die Dachfläche abgetragen, die Öffnung geschlossen und eingedeckt. Der Schacht im Haus bleibt stehen. Häufigste Variante bei Dach­sanierungen.

Ein Geschoss

Nur der Abschnitt in einer Wohnung wird entfernt, oben abgefangen und der Rest bleibt tragfähig. Verlangt eine statische Prüfung – der Schacht steht nicht mehr auf sich selbst.

Ganz zurück

Vom Kopf bis in den Keller, einschließlich Fundament. Das ist der Fall bei Entkernungen und beim Hausabriss.

Nur die Anschlüsse

Manchmal geht es gar nicht um den Schacht, sondern um zugemauerte Ofen­anschlüsse in der Wand. Die kommen bei jeder Wohnungs­entkernung zum Vorschein.

Was in Ihrem Fall ausreicht, klären wir bei der Besichtigung – meist ist es weniger, als zunächst gedacht.

Was im Schacht steckt

Ruß, Teer und Versottung

Ein Schornstein, in dem jahrzehntelang Kohle und Braunkohlebriketts verbrannt wurden, ist innen kein sauberes Mauerwerk.

An den Wandungen sitzt Glanzruß – eine harte, teerhaltige Schicht, die beim Abbruch als belastetes Material anfällt. Sie gehört nicht in den Bauschutt­container, sondern wird getrennt gesammelt und nachgewiesen entsorgt.

Dazu kommt die Versottung: Wo Abgase kondensiert sind, haben Salze und Feuchtigkeit den Ziegel von innen zerstört. Solches Mauerwerk zerfällt beim Anfassen – das macht den Rückbau leichter und die Staubentwicklung stärker.

Was daraus folgt

  • Abschottung des Arbeits­bereichs mit Staub­schutz­wand
  • Absaugung am Gerät, auf Wunsch mit Industrie­sauger der Staubklasse H
  • Getrennte Sammlung von rußbelastetem Material
  • Verschlossene Behälter für den Weg durchs Treppenhaus

Der Geruch ist dabei das, was Bewohner am meisten wahrnehmen. Er hält sich einige Tage und verschwindet, wenn der Schacht verschlossen ist.

Die Statik

Wenn der Schornstein mitträgt

In vielen Berliner Altbauten ist der Schornstein­block in eine tragende Wand eingebunden – oder er ist die tragende Wand.

Wo Decken­balken auf dem Block auflagern, kann er nicht ersatzlos verschwinden. Dann wird abgefangen: Der Rest wird auf einen Träger gesetzt, der die Last seitlich weitergibt. Wie das aussieht, bestimmt ein Tragwerks­planer – dieselbe Regel wie beim Wand­durchbruch.

Ein zweiter Punkt betrifft das Dach: Der Schornstein­kopf durchdringt die Dachhaut. Wird er entfernt, entsteht ein Loch, das noch am selben Tag geschlossen werden muss. Wir arbeiten deshalb witterungsabhängig und stimmen den Termin mit dem Dachdecker ab, der den Anschluss herstellt.

Bleibt der Schacht im Haus stehen, wird er oben verschlossen und belüftet. Ein zugemauerter, unbelüfteter Schacht zieht Feuchtigkeit – und die kommt zwei Winter später als Fleck an der Zimmerdecke zurück.

Der Ablauf

Von der Beschei­nigung bis zur dichten Decke

Klären

Stilllegung durch den Bezirks­schornsteinfeger, statische Prüfung bei Teilrückbau, Abstimmung mit dem Dachdecker.

Schützen

Staubschutz im Arbeits­bereich, Abdeckung im Treppenhaus, Gerüst oder Sicherung auf dem Dach.

Von oben abtragen

Stein für Stein, ohne Umstoßen. Das Material geht in Behältern nach unten, nicht durch den Schacht.

Verschlie­ßen

Dach­anschluss dicht, Decken­durchbrüche geschlossen, Schacht belüftet abgemauert.

Übergeben

Besenrein, mit Fotos vom Anschluss und den Entsorgungs­belegen für das rußbelastete Material.

Ein Schornstein­kopf über Dach ist meist an einem Tag erledigt. Ein vollständiger Rückbau über fünf Geschosse dauert entsprechend länger.

Große Schornsteine

Industrie­schornsteine sind eine eigene Aufgabe

Zwischen einem Haus­schornstein und einem gemauerten Fabrik­schlot liegen Welten – nicht nur in der Höhe.

Industrie­schornsteine werden von Spezial­betrieben zurückgebaut, meist von oben mit Seilzugangstechnik oder maschinell. Ein Sprengen kommt im dicht bebauten Berlin praktisch nicht infrage.

Wir übernehmen dabei die Arbeiten, die zu unserem Handwerk gehören: die Anschlüsse im Gebäude, den Rückbau von Kanälen und Fuchs, die Demontage der Technik ringsum. Für den Schlot selbst holen wir einen Fachbetrieb dazu und koordinieren die Abläufe.

Diese Ehrlichkeit gehört zur Zusammen­arbeit: Wir sagen, was wir selbst machen und was besser jemand anderes macht. Mehr dazu unter Industrie­rückbau.

Alter Dachstuhl von innen, Sparren und Ziegeldeckung sichtbar
Unterm Dach fängt es an. Hier steht der Schornstein, hier wird abgetragen.
Warum jetzt

Weshalb in Berlin gerade so viele Schorn­steine fallen

Kaum eine Stadt hat so viele Schornstein­züge im Bestand wie Berlin. Der Grund liegt in der Heiz­geschichte.

Bis in die neunziger Jahre wurde in großen Teilen der Stadt mit Kohle geheizt. Jede Wohnung hatte ihren eigenen Ofen und damit ihren eigenen Zug. Ein Mietshaus mit fünf Geschossen und vier Wohnungen pro Etage brachte es schnell auf zwanzig Züge in wenigen Blöcken.

Mit der Umstellung auf Gas und Fernwärme wurden sie überflüssig. Viele blieben trotzdem stehen – verschlossen, ungenutzt, aber im Weg. Sie nehmen Fläche weg, verhindern Grundriss­änderungen und ziehen Feuchtigkeit.

Drei Anlässe, bei denen es akut wird

Die Dach­sanierung. Wenn das Dach ohnehin offen ist, kostet der Rückbau des Kopfes am wenigsten. Ist das Gerüst wieder ab, wird es für den Schornstein allein noch einmal gestellt.

Der Dachgeschoss­ausbau. Dort stehen die Schächte mitten im künftigen Wohnraum. Hier lohnt der vollständige Rückbau meist am deutlichsten.

Die Grundriss­änderung. Wer Küche und Wohnzimmer verbinden will, stößt in Berliner Wohnungen fast immer auf einen alten Schornstein­block in der Mittelwand.

Was Kunden fragen

Häufige Fragen zum Schornstein

Brauche ich eine Genehmigung?

Der Rückbau eines Haus­schornsteins ist in der Regel kein eigenes Bauvorhaben, verlangt aber die Stilllegungs­bescheinigung des Bezirks­schornsteinfegers. Bei tragender Einbindung kommt die statische Beurteilung hinzu.

In einer Eigentümer­gemeinschaft ist der Schornstein Gemeinschafts­eigentum – dort braucht es zusätzlich einen Beschluss.

Kann ich nur den Teil in meiner Wohnung entfernen?

Ja, wenn der Zug stillgelegt ist und der darüberliegende Abschnitt abgefangen wird. Ohne Abfangung steht der Rest des Schachts über Ihrer Decke ohne Auflager – das ist der Fehler, der bei Eigenleistung am häufigsten passiert.

Wie viel Schutt fällt an?

Ein einzügiger Schornstein bringt pro Geschoss grob eine halbe bis eine Tonne Mauerwerk. Über fünf Etagen sind das mehrere Tonnen, die alle durchs Treppenhaus müssen – der Grund, warum der Transportweg den Preis bestimmt.

Was passiert mit dem Ofen­anschluss in der Wand?

Zugesetzte Anschlüsse werden freigelegt, gereinigt und fachgerecht vermauert. Einfach zu verputzen reicht nicht: Der Putz reißt, und der alte Zug zieht weiter Feuchtigkeit.

Riecht es danach noch nach Ruß?

Für einige Tage ja, besonders bei alten Kohlezügen. Wir arbeiten mit Absaugung und verschlossenen Behältern, danach wird gründlich gereinigt. Sitzt der Geruch tief in Putz und Estrich, hilft nur, diese Schichten ebenfalls zu entfernen.

Der nächste Schritt

Wir schauen erst nach oben

Bei der Besichtigung sehen wir uns Dach­anschluss, Schacht­verlauf und die Zugbelegung an. Danach steht fest, wie weit zurückgebaut werden muss.

Kostenlose Besichtigung anfragen

Das hängt oft zusammen

Hausabriss

Dort geht der Schornstein vollständig mit heraus.

Kevin, der digitale Assistent von DEMIUS — Bild von einer KI erzeugt Kevin antwortet sofort KI — dieser Assistent ist eine künstliche Intelligenz und antwortet rund um die Uhr