Wand entfernen. Aber trägt sie?
Bevor die erste Wand fällt, stellen wir zwei Fragen: Trägt sie etwas? Und was liegt dahinter? Beides können Sie hier selbst einschätzen.
Ist meine Wand tragend?
Wo Leitungen liegen dürfen
Elektroleitungen werden in festen Zonen verlegt (DIN 18015-3). Dort wird nie blind gestemmt.
Waagerecht 15–45 cm unter der Decke, 100–130 cm und 15–45 cm über dem Boden, senkrecht 10–30 cm neben Türen, Fenstern und Ecken. Wasser und Abfluss folgen keiner Zone, die zeigen die Anschlüsse. Deshalb gilt bei uns: Liegt dahinter etwas, arbeiten wir von Hand.



Kurz gefragt
Wer entscheidet, ob eine Wand trägt?
Ein Tragwerksplaner (Statiker). Er sagt auch, wie abgefangen wird und ob das Bauamt beteiligt werden muss. Bei einer tragenden Wand machen wir erst einen Termin, wenn die Statik vorliegt.
Was steckt in Berliner Wänden?
Im Altbau oft Ziegel, bei leichten Trennwänden auch Putz auf Drahtgeflecht (Rabitz) oder Schilfrohr. In neueren Wänden Ständerwerk mit Gipsplatten und Dämmwolle. Leichtbauplatten aus DDR-Zeit können Asbest enthalten. Bei Verdacht wird vorher beprobt.
Nur eine Öffnung statt der ganzen Wand?
Dann ist es ein Wanddurchbruch. Wie wir den in Beton sägen und im Mauerwerk öffnen, steht unter Wanddurchbruch in Berlin.
Wohin mit dem Schutt?
Ziegel und Putz sind Bauschutt, Gips und Dämmwolle gehen getrennt. Wie viel Container das ist, rechnet der Container-Rechner aus Länge, Höhe und Dicke.
Was kostet es?
Den Preis nennen wir nach der kostenlosen Besichtigung, schriftlich. Er hängt an Material, Dicke, Etage und daran, was dahinter liegt.