Wohnungsentkernung
Eine einzelne Wohnung, von Hand zurückgebaut und besenrein übergeben.
Alles raus bis auf den Rohbau – Wand für Wand, von Hand, mit besenreiner Übergabe. Wie viele Tage das dauert, steht nach der Besichtigung fest. Zusammen mit dem Preis.
Bei der Entkernung wird ein Gebäude bis auf seine tragende Substanz zurückgebaut. Das Haus bleibt stehen – sein Innenleben kommt heraus.
Am Ende steht eine leere Hülle: vier Wände, eine Decke, ein Boden. Genau der Zustand, in dem ein Architekt neu planen und ein Handwerker neu anfangen kann.
Wie viel dabei zusammenkommt, überrascht die meisten. Aus einer Dreizimmerwohnung mit 75 m² fallen je nach Bodenaufbau 12 bis 18 m³ Material an. Das sind zwei bis drei Container. Wer nur den Boden herausnehmen lässt, kommt mit deutlich weniger aus – dazu mehr unter Estrich entfernen und Bodendemontage.
Welche Sie brauchen, entscheidet sich meist erst bei der Besichtigung. Diese vier gibt es:
Restlos alles Nichttragende kommt heraus. Der übliche Fall vor einer Kernsanierung, wenn der Grundriss neu geschnitten wird.
Nur das Gebäudeinnere. Fassade und äußerer Baukörper bleiben unberührt – wichtig bei Häusern, deren Außenhaut erhalten bleiben muss.
Nur bestimmte Bauteile: nur die Böden, nur die Decken, nur ein Stockwerk. Wenn Sie genau wissen, was weg soll, machen wir genau das.
Einzelne Räume oder Bereiche, während der Rest bewohnt oder in Betrieb bleibt. Braucht saubere Staubschutzwände – dazu unten mehr.
Berlin hat keine einheitliche Bauweise. Was hinter der Verkleidung steckt, hängt am Baujahr und am Kiez. Das entscheidet über Aufwand, Werkzeug und Dauer.
Holzbalkendecken mit Einschub, Berliner Dielung, oft mehrere Schichten Bodenaufbau übereinander. Unter dem Linoleum liegt Parkett, darunter Blindboden, darunter die Balken. Hier wird von Hand gearbeitet – jeder Schlag zu viel trifft die Statik.
Stuck und Kastenfenster sind oft erhaltenswert. Was bleiben soll, wird vorher abgeklebt und geschützt, nicht hinterher bedauert.
Betondecken, Leichtbauwände, Installationen in Schächten. Der Rückbau geht schneller.
Dafür sind die Wandaufbauten anders: In Plattenbauten steckt hinter der Tapete oft direkt Beton. Es gibt keinen Putz, der nachgibt.
Abgehängte Decken mit Kabeltrassen, Doppelböden, Brandschutzklappen, Trockenbauwände in Systembauweise. Hier ist die Reihenfolge entscheidend. Technik muss oft weiterlaufen, während nebenan schon gearbeitet wird.
Soll ein Ladenlokal in den Ursprungszustand zurück, ist das ein eigener Fall: Ladenrückbau. Geht es nur um die Decke, reicht meist eine Deckendemontage.
Bei der Besichtigung sehen wir, was hinter der Wand steckt. Deshalb stimmt der Preis am Ende auch.
So arbeiten wir
Worüber am Ende einer Rückbaustelle gesprochen wird, ist selten die Arbeit. Es ist die Rechnung — weil etwas anders war als gedacht.
Weil wir die Berliner Bauweisen kennen, rechnen wir solche Überraschungen vorher ein. Genau dafür ist die Besichtigung da – und deshalb kostet sie nichts.
Bei einer Entkernung entstehen mehrere Kubikmeter Material. Ohne Schutz wandert der Staub davon ins Treppenhaus, in den Aufzug und in die Nachbarwohnung. Das ist die Frage, die uns am häufigsten gestellt wird.
Wie weit das geht, richtet sich nach der Lage. In einem leeren Haus genügt eine abgedeckte Treppe. Wohnen die Nachbarn nebenan weiter, wird die Wand dichter gebaut.
Gebaut wird sie vor Ort, passend zur Türöffnung – eine fertige Wand passt selten. Wenn Sie es ausdrücklich möchten, setzen wir eine Schleuse mit zwei Folientüren davor, sodass sich nie beide Seiten gleichzeitig öffnen. Sagen Sie das bei der Besichtigung, dann ist es im Preis.
Der Sauger hängt direkt am Gerät, nicht hinterher im Raum. Abgesaugt wird dort, wo der Staub entsteht – danach ist er schon in der Luft und in jeder Ritze. Auf Wunsch läuft ein Sauger der Staubklasse H mit, dazu Folientür und Abschottung.
Davor sitzt bei uns ein Zyklon. Das ist ein Vorabscheider, der den groben Staub aus dem Luftstrom dreht, bevor er überhaupt an den Filter kommt. Was sich absetzt, landet im Behälter darunter statt im Filtervlies.
Das klingt nach einer Kleinigkeit. Es entscheidet aber darüber, ob ein Sauger nach zwei Räumen zusetzt oder den ganzen Tag zieht. Wir haben genug Geräte daran sterben sehen, um unsere seither selbst zusammenzustellen.
Ihre Nachbarn hören, dass gearbeitet wird. Sehen sollen sie es nicht.
So arbeiten wirDie Staubschutzwand kostet uns eine halbe Stunde. Sie spart einen halben Tag Putzen. Und dem Kunden das Gespräch mit den Nachbarn am Abend.
Über das Formular. Fotos helfen, sind aber kein Muss.
Kostenlos, unverbindlich. Erst vor Ort wissen wir, was hinter den Wänden steckt.
Schriftlich, mit Rückbau, Container, Abfuhr und Entsorgungsnachweis. Was wir gesehen haben, wird nicht nachberechnet.
Zum vereinbarten Termin, auf Wunsch außerhalb der Geschäftszeiten. Besenrein.
Zwei Bilder aus demselben Haus, derselbe Blickwinkel. Dazwischen liegt alles, was auf der Treppe lag.
Es ist dasselbe Bauteil auf beiden Bildern. Die Treppe trägt das Obergeschoss, also bleibt sie. Herunter kam nur, was auf ihr lag.
In ein Haus wie dieses fährt kein Bagger. Jede Wanne wird gefüllt, getragen und unten in den passenden Container geleert. Das ist der Teil der Arbeit, den man auf Fotos selten sieht und der die meiste Zeit kostet.
Dafür bleibt die Substanz heil. Wer nach uns kommt, findet einen Rohbau vor, in dem er sofort weiterarbeiten kann.
Getrennt wird schon in der Wohnung, nicht erst im Container. Bauschutt, Holz, Metall und Restmüll wandern in eigene Behälter.
Das hat zwei Gründe, und beide nützen Ihnen. Sortenreiner Abfall kostet in der Entsorgung deutlich weniger als eine gemischte Mulde. Und er geht ins Recycling statt auf die Deponie.
Ein wichtiger Punkt zum Trennen: Gipskarton gehört nicht in den Bauschuttcontainer. Bauschutt ist mineralisch – Beton, Ziegel, Fliesen, Estrich. Gipsplatten zählen wegen ihrer Papierschicht zum Baumischabfall. Kommt beides in dieselbe Mulde, gilt der teurere Preis für die gesamte Menge.
Die Entsorgungsnachweise bekommen Sie mit der Schlussrechnung – Sie brauchen sie unter Umständen für die Hausverwaltung, die Eigentümergemeinschaft oder das Bauamt.
Das hängt von drei Dingen ab: Größe, Zustand und Zugang. Eine Wohnung im Erdgeschoss mit breiter Tür ist etwas anderes als der vierte Stock ohne Aufzug.
Den Preis nennen wir schriftlich nach der kostenlosen Besichtigung. Eine Zahl ins Netz zu schreiben, die hinterher nicht hält, wäre unseriös.
Das hängt weniger an der Fläche als am Weg nach draußen: Etage, Treppe, Stellplatz für den Container. Ein Bodenaufbau mit Schüttung verdoppelt die Menge, die getragen werden muss.
Als Anhaltspunkt: Eine Wohnung von 60 bis 70 Quadratmetern dauert drei bis fünf Arbeitstage. Verbindlich wird die Zahl bei der Besichtigung und steht dann im Angebot, damit Ihre Folgegewerke planen können.
Für nicht tragende Bauteile in aller Regel nicht.
Anders wird es, sobald tragende Elemente betroffen sind oder das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Dann muss das Bauamt eingebunden werden. Es braucht einen Statiker und je nach Fall eine Genehmigung nach der Berliner Bauordnung.
Bei der Besichtigung sagen wir Ihnen, in welchen Fall Ihr Vorhaben gehört.
In Gebäuden, die vor 1993 gebaut wurden, können asbesthaltige Baustoffe stecken – in Bodenklebern, Spachtelmassen, Fliesenklebern oder Rohrisolierungen. Man sieht ihnen das nicht an.
Sicherheit gibt nur eine Laboranalyse. Besteht ein Verdacht, wird beprobt, bevor irgendetwas angefasst wird. Die Arbeiten selbst richten sich dann nach der Gefahrstoffverordnung und der Technischen Regel TRGS 519. Das ist kein Papierkram, sondern Gesundheitsschutz – für Sie und für uns.
Davon raten wir ab. Rückbau macht Lärm und Staub, auch mit Staubschutzwand und Sauger. Für die Dauer der Arbeiten sollte die Wohnung leer sein – das geht schneller und ist für alle angenehmer.
Ja. In Gewerbeflächen ist das eher die Regel als die Ausnahme. Wir bauen dann eine dichte Trennung auf und arbeiten auf Wunsch außerhalb der Geschäftszeiten oder am Wochenende.
Bei der Entkernung bleibt das Gebäude stehen, nur das Innenleben kommt heraus. Beim Abriss verschwindet das Bauwerk selbst. Dazwischen liegt der Teilabriss, bei dem einzelne Gebäudeteile weichen.
Drei Bilder aus einem Auftrag. Sie zeigen, was Entkernung bedeutet: Es geht nicht ums Wegreißen, sondern darum, das Tragwerk freizulegen.
Berlin ist nicht überall gleich gebaut. Was unter dem Boden liegt, wie breit das Treppenhaus ist und ob der Container vor der Tür stehen darf – das unterscheidet sich von Kiez zu Kiez und entscheidet über Dauer und Preis.
Für Neukölln und Britz steht das aufgeschrieben: was in der Gründerzeit unter den Dielen liegt, warum Gropiusstadt gemauert und nicht gegossen wurde, und was der Milieuschutz für einen Rückbau bedeutet.
Für die übrigen Berliner Bezirke steht es ebenso aufgeschrieben: für Mitte und Wedding der Rückbau im laufenden Betrieb, für Charlottenburg und Wilmersdorf die Frage, wem die Wand gehört, für Tempelhof und Schöneberg der Gewerbehof, für Steglitz und Zehlendorf das Haus der Eltern.
Im Osten und Norden ist es wieder anders: In Lichtenberg und Marzahn trägt fast jede Innenwand mit, in Treptow und Köpenick entscheidet der Weg zum Grundstück, in Spandau und Siemensstadt stehen Halle und Welterbe-Siedlung nebeneinander, und in Reinickendorf und Tegel liegt über der Siedlung von 1970 eine frische Sanierungsschicht.
Für Kreuzberg und Friedrichshain steht aufgeschrieben, was das Arbeiten im vollen Haus bedeutet, was die behutsame Stadterneuerung der Achtziger hinterlassen hat und warum an der Karl-Marx-Allee andere Regeln gelten als im Altbau.
Für Prenzlauer Berg ebenso: warum hier zwei Bauzeiten übereinanderliegen, was die Sanierung der Neunziger heute an Arbeit macht und wieso in fast jeder Wohnung noch ein stillgelegter Schornstein steckt. Weitere Bezirke kommen dazu.
Die Besichtigung kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Danach wissen Sie schriftlich, was es kostet.
Eine einzelne Wohnung, von Hand zurückgebaut und besenrein übergeben.
Keller räumen und zurückbauen – oft der erste Schritt vor dem Ausbau.
Wenn nur der Bodenaufbau raus soll und der Rest bleibt.
Sortenrein getrennt, mit Nachweis für Behörden und Verwaltung.