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DEMIUS – Abriss und Demontage, Berlin Termin holen

Entkernung in Berlin

Alles raus bis auf den Rohbau – Wand für Wand, von Hand, mit besenreiner Übergabe. Wie viele Tage das dauert, steht nach der Besichtigung fest. Zusammen mit dem Preis.

Berliner Hausflur mit historischen Wandfliesen und Schubkarre vor der offenen Haustür
Neukölln: Der Weg nach draußen führt durch den Hausflur – der bleibt unberührt.
Von HandWanne für Wanne über die Treppe
StaubschutzFolienwand vor der Tür, Wege abgedeckt
Preis stehtschriftlich nach der Besichtigung
Besenreinso übergeben wir
Worum es geht

Was bei einer Entkernung passiert

Bei der Entkernung wird ein Gebäude bis auf seine tragende Substanz zurückgebaut. Das Haus bleibt stehen – sein Innenleben kommt heraus.

Was stehen bleibt

  • Tragende Wände – sie halten das Gebäude
  • Decken und Stützen – die Rohbau­struktur bleibt unberührt
  • Die Fassade – bei der Innen­entkernung bleibt sie außen ganz

Was herauskommt

  • Trennwände – nicht tragende Wände, meist Gipskarton oder Ziegel
  • Estrich und Bodenbeläge – bis auf die Rohdecke
  • Abgehängte Decken samt Unter­konstruktion
  • Türen und Zargen, Einbauten, Verkleidungen
  • Installationen – Leitungen, Rohre, Sanitär­objekte, Heizkörper
  • Fliesen und Wandbeläge – siehe Fliesen entfernen

Am Ende steht eine leere Hülle: vier Wände, eine Decke, ein Boden. Genau der Zustand, in dem ein Architekt neu planen und ein Handwerker neu anfangen kann.

Entkernter Altbauraum in Berlin mit freigelegter Deckenkonstruktion und Tageslicht
So sieht das Ergebnis aus: ein leerer Raum, besenrein übergeben, bereit für den neuen Ausbau.

Wie viel dabei zusammenkommt, überrascht die meisten. Aus einer Dreizimmerwohnung mit 75 m² fallen je nach Bodenaufbau 12 bis 18 m³ Material an. Das sind zwei bis drei Container. Wer nur den Boden herausnehmen lässt, kommt mit deutlich weniger aus – dazu mehr unter Estrich entfernen und Boden­demontage.

Vier Arten

Nicht jede Entkernung ist gleich

Welche Sie brauchen, entscheidet sich meist erst bei der Besichtigung. Diese vier gibt es:

Komplett­entkernung

Restlos alles Nicht­tragende kommt heraus. Der übliche Fall vor einer Kern­sanierung, wenn der Grundriss neu geschnitten wird.

Innen­entkernung

Nur das Gebäude­innere. Fassade und äußerer Baukörper bleiben unberührt – wichtig bei Häusern, deren Außenhaut erhalten bleiben muss.

Selektive Entkernung

Nur bestimmte Bauteile: nur die Böden, nur die Decken, nur ein Stockwerk. Wenn Sie genau wissen, was weg soll, machen wir genau das.

Teil­entkernung

Einzelne Räume oder Bereiche, während der Rest bewohnt oder in Betrieb bleibt. Braucht saubere Staubschutz­wände – dazu unten mehr.

Der Berliner Fall

Altbau, Platte, Gewerbe – drei Welten

Berlin hat keine einheitliche Bauweise. Was hinter der Verkleidung steckt, hängt am Baujahr und am Kiez. Das entscheidet über Aufwand, Werkzeug und Dauer.

Altbau vor 1918

Holzbalken­decken mit Einschub, Berliner Dielung, oft mehrere Schichten Bodenaufbau übereinander. Unter dem Linoleum liegt Parkett, darunter Blindboden, darunter die Balken. Hier wird von Hand gearbeitet – jeder Schlag zu viel trifft die Statik.

Stuck und Kasten­fenster sind oft erhaltenswert. Was bleiben soll, wird vorher abgeklebt und geschützt, nicht hinterher bedauert.

Freigelegte Holzbalkendecke mit Einschub in einem Berliner Altbau
Holzbalken­decke nach dem Öffnen: Balken, Einschub und Schüttung liegen frei.
Freigelegter Dachstuhl mit sichtbaren Holzbalken nach der Entkernung
Dach­geschoss nach der Entkernung – die Konstruktion ist vollständig sichtbar.

Nachkriegs­bau und Platte

Betondecken, Leichtbauwände, Installationen in Schächten. Der Rückbau geht schneller.

Dafür sind die Wand­aufbauten anders: In Platten­bauten steckt hinter der Tapete oft direkt Beton. Es gibt keinen Putz, der nachgibt.

Gewerbe und Büro

Abgehängte Decken mit Kabel­trassen, Doppelböden, Brandschutz­klappen, Trockenbau­wände in System­bauweise. Hier ist die Reihenfolge entscheidend. Technik muss oft weiterlaufen, während nebenan schon gearbeitet wird.

Soll ein Ladenlokal in den Ursprungs­zustand zurück, ist das ein eigener Fall: Laden­rückbau. Geht es nur um die Decke, reicht meist eine Decken­demontage.

Warum das zählt

Bei der Besichtigung sehen wir, was hinter der Wand steckt. Deshalb stimmt der Preis am Ende auch.

So arbeiten wir

Worüber am Ende einer Rückbau­stelle gesprochen wird, ist selten die Arbeit. Es ist die Rechnung — weil etwas anders war als gedacht.

Weil wir die Berliner Bauweisen kennen, rechnen wir solche Überraschungen vorher ein. Genau dafür ist die Besichtigung da – und deshalb kostet sie nichts.

Das Wichtigste im Altbau

Wie wir den Staub im Griff behalten

Trockenbauwand halb zurückgebaut, Holzständerwerk und Holzfaserplatten sichtbar
Trennwände kommen als Erstes: erst die Beplankung, dann das Ständerwerk.

Bei einer Entkernung entstehen mehrere Kubikmeter Material. Ohne Schutz wandert der Staub davon ins Treppenhaus, in den Aufzug und in die Nachbar­wohnung. Das ist die Frage, die uns am häufigsten gestellt wird.

Was wir aufbauen, bevor der erste Hammer fällt

  • Staub­schutz­wand mit Reißverschlusstür vor der Wohnungstür
  • Treppenhaus und Aufzug abgedeckt, Handläufe verpackt
  • Stuck und Fenster, die bleiben sollen, werden geschützt

Wie weit das geht, richtet sich nach der Lage. In einem leeren Haus genügt eine abgedeckte Treppe. Wohnen die Nachbarn nebenan weiter, wird die Wand dichter gebaut.

Gebaut wird sie vor Ort, passend zur Türöffnung – eine fertige Wand passt selten. Wenn Sie es ausdrücklich möchten, setzen wir eine Schleuse mit zwei Folientüren davor, sodass sich nie beide Seiten gleichzeitig öffnen. Sagen Sie das bei der Besichtigung, dann ist es im Preis.

Womit abgesaugt wird

Der Sauger hängt direkt am Gerät, nicht hinterher im Raum. Abgesaugt wird dort, wo der Staub entsteht – danach ist er schon in der Luft und in jeder Ritze. Auf Wunsch läuft ein Sauger der Staubklasse H mit, dazu Folientür und Abschottung.

Davor sitzt bei uns ein Zyklon. Das ist ein Vor­abscheider, der den groben Staub aus dem Luftstrom dreht, bevor er überhaupt an den Filter kommt. Was sich absetzt, landet im Behälter darunter statt im Filtervlies.

Das klingt nach einer Kleinigkeit. Es entscheidet aber darüber, ob ein Sauger nach zwei Räumen zusetzt oder den ganzen Tag zieht. Wir haben genug Geräte daran sterben sehen, um unsere seither selbst zusammenzustellen.

Ihre Nachbarn hören, dass gearbeitet wird. Sehen sollen sie es nicht.

So arbeiten wirDie Staub­schutz­wand kostet uns eine halbe Stunde. Sie spart einen halben Tag Putzen. Und dem Kunden das Gespräch mit den Nachbarn am Abend.

So läuft es ab

Von der Anfrage bis zur besenreinen Übergabe

Sie schildern das Vorhaben

Über das Formular. Fotos helfen, sind aber kein Muss.

Wir sehen es uns an

Kostenlos, unverbindlich. Erst vor Ort wissen wir, was hinter den Wänden steckt.

Sie bekommen den Preis schriftlich

Schriftlich, mit Rückbau, Container, Abfuhr und Entsorgungs­nachweis. Was wir gesehen haben, wird nicht nachberechnet.

Wir räumen und übergeben

Zum vereinbarten Termin, auf Wunsch außerhalb der Geschäfts­zeiten. Besenrein.

Ein Haus in Rudow

Eine Baustelle, von bewohnt bis leer

Aus derselben Baustelle

Dieselbe Treppe, zweimal

Zwei Bilder aus demselben Haus, derselbe Blickwinkel. Dazwischen liegt alles, was auf der Treppe lag.

Treppenaufgang mit dunkler Holzvertäfelung und Teppichstufen vor der Entkernung
VorherVertäfelung, Teppich, geschlossener Aufgang.
Dieselbe Treppe nach der Entkernung: Holzkonstruktion und Ständerwerk liegen frei
NachherDieselbe Treppe, freigelegt bis aufs Holz.

Es ist dasselbe Bauteil auf beiden Bildern. Die Treppe trägt das Ober­geschoss, also bleibt sie. Herunter kam nur, was auf ihr lag.

Wanne für Wanne, über die Treppe

Dachraum voller gefüllter Mörtelwannen mit sortiertem Bauschutt, bereit zum Abtransport
Dach­geschoss Rudow: gefüllte Wannen, Reihe an Reihe. Jede einzelne ist über die Treppe nach unten gegangen.

In ein Haus wie dieses fährt kein Bagger. Jede Wanne wird gefüllt, getragen und unten in den passenden Container geleert. Das ist der Teil der Arbeit, den man auf Fotos selten sieht und der die meiste Zeit kostet.

Dafür bleibt die Substanz heil. Wer nach uns kommt, findet einen Rohbau vor, in dem er sofort weiterarbeiten kann.

Was danach passiert

Wohin das Material geht

Getrennt wird schon in der Wohnung, nicht erst im Container. Bauschutt, Holz, Metall und Restmüll wandern in eigene Behälter.

Das hat zwei Gründe, und beide nützen Ihnen. Sorten­reiner Abfall kostet in der Entsorgung deutlich weniger als eine gemischte Mulde. Und er geht ins Recycling statt auf die Deponie.

Ein wichtiger Punkt zum Trennen: Gipskarton gehört nicht in den Bauschutt­container. Bauschutt ist mineralisch – Beton, Ziegel, Fliesen, Estrich. Gipsplatten zählen wegen ihrer Papier­schicht zum Bau­mischabfall. Kommt beides in dieselbe Mulde, gilt der teurere Preis für die gesamte Menge.

Die Entsorgungs­nachweise bekommen Sie mit der Schluss­rechnung – Sie brauchen sie unter Umständen für die Haus­verwaltung, die Eigentümer­gemeinschaft oder das Bauamt.

Was Kunden fragen

Häufige Fragen zur Entkernung

Was kostet eine Entkernung in Berlin?

Das hängt von drei Dingen ab: Größe, Zustand und Zugang. Eine Wohnung im Erdgeschoss mit breiter Tür ist etwas anderes als der vierte Stock ohne Aufzug.

Den Preis nennen wir schriftlich nach der kostenlosen Besichtigung. Eine Zahl ins Netz zu schreiben, die hinterher nicht hält, wäre unseriös.

Wie lange dauert es?

Das hängt weniger an der Fläche als am Weg nach draußen: Etage, Treppe, Stellplatz für den Container. Ein Bodenaufbau mit Schüttung verdoppelt die Menge, die getragen werden muss.

Als Anhalts­punkt: Eine Wohnung von 60 bis 70 Quadrat­metern dauert drei bis fünf Arbeitstage. Verbindlich wird die Zahl bei der Besichtigung und steht dann im Angebot, damit Ihre Folge­gewerke planen können.

Brauche ich eine Genehmigung?

Für nicht tragende Bauteile in aller Regel nicht.

Anders wird es, sobald tragende Elemente betroffen sind oder das Gebäude unter Denkmal­schutz steht. Dann muss das Bauamt eingebunden werden. Es braucht einen Statiker und je nach Fall eine Genehmigung nach der Berliner Bauordnung.

Bei der Besichtigung sagen wir Ihnen, in welchen Fall Ihr Vorhaben gehört.

Was ist mit Asbest und anderen Schad­stoffen?

In Gebäuden, die vor 1993 gebaut wurden, können asbesthaltige Baustoffe stecken – in Boden­klebern, Spachtel­massen, Fliesen­klebern oder Rohrisolierungen. Man sieht ihnen das nicht an.

Sicherheit gibt nur eine Labor­analyse. Besteht ein Verdacht, wird beprobt, bevor irgendetwas angefasst wird. Die Arbeiten selbst richten sich dann nach der Gefahrstoffverordnung und der Technischen Regel TRGS 519. Das ist kein Papierkram, sondern Gesundheits­schutz – für Sie und für uns.

Kann ich während der Arbeiten in der Wohnung bleiben?

Davon raten wir ab. Rückbau macht Lärm und Staub, auch mit Staub­schutz­wand und Sauger. Für die Dauer der Arbeiten sollte die Wohnung leer sein – das geht schneller und ist für alle angenehmer.

Arbeiten Sie auch bei laufendem Betrieb?

Ja. In Gewerbe­flächen ist das eher die Regel als die Ausnahme. Wir bauen dann eine dichte Trennung auf und arbeiten auf Wunsch außerhalb der Geschäfts­zeiten oder am Wochenende.

Was ist der Unterschied zwischen Entkernung und Abriss?

Bei der Entkernung bleibt das Gebäude stehen, nur das Innenleben kommt heraus. Beim Abriss verschwindet das Bauwerk selbst. Dazwischen liegt der Teilabriss, bei dem einzelne Gebäude­teile weichen.

Ein Haus in Wannsee

Vom Bestand zum Rohbau – und weiter

Drei Bilder aus einem Auftrag. Sie zeigen, was Entkernung bedeutet: Es geht nicht ums Wegreißen, sondern darum, das Tragwerk freizulegen.

1 Wand freigelegt bis auf den Ziegel, die Kammspur des alten Fliesenklebers ist sichtbar
Bis auf den Ziegel zurück. Im Putz steht noch die Kammspur des alten Klebers.
2 Raum vollständig entkernt, Ziegelwände und Dachstuhl liegen frei
Alles Nicht­tragende ist raus – Wände und Dachstuhl stehen.
3 Neues Ständerwerk aus Holz auf der freigeräumten Fläche
Und was danach kommt: das erste neue Ständerwerk steht.
Wo wir arbeiten

Entkernung in Ihrem Bezirk

Berlin ist nicht überall gleich gebaut. Was unter dem Boden liegt, wie breit das Treppenhaus ist und ob der Container vor der Tür stehen darf – das unterscheidet sich von Kiez zu Kiez und entscheidet über Dauer und Preis.

Für Neukölln und Britz steht das aufgeschrieben: was in der Gründerzeit unter den Dielen liegt, warum Gropiusstadt gemauert und nicht gegossen wurde, und was der Milieu­schutz für einen Rückbau bedeutet.

Für die übrigen Berliner Bezirke steht es ebenso aufgeschrieben: für Mitte und Wedding der Rückbau im laufenden Betrieb, für Charlottenburg und Wilmersdorf die Frage, wem die Wand gehört, für Tempelhof und Schöneberg der Gewerbehof, für Steglitz und Zehlendorf das Haus der Eltern.

Im Osten und Norden ist es wieder anders: In Lichtenberg und Marzahn trägt fast jede Innenwand mit, in Treptow und Köpenick entscheidet der Weg zum Grundstück, in Spandau und Siemensstadt stehen Halle und Welterbe-Siedlung nebeneinander, und in Reinickendorf und Tegel liegt über der Siedlung von 1970 eine frische Sanierungs­schicht.

Für Kreuzberg und Friedrichshain steht aufgeschrieben, was das Arbeiten im vollen Haus bedeutet, was die behutsame Stadt­erneuerung der Achtziger hinterlassen hat und warum an der Karl-Marx-Allee andere Regeln gelten als im Altbau.

Für Prenzlauer Berg ebenso: warum hier zwei Bauzeiten übereinanderliegen, was die Sanierung der Neunziger heute an Arbeit macht und wieso in fast jeder Wohnung noch ein stillgelegter Schornstein steckt. Weitere Bezirke kommen dazu.

Der nächste Schritt

Lassen Sie uns drauf­schauen

Die Besichtigung kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Danach wissen Sie schriftlich, was es kostet.

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