Ladenrückbau
Gewerbeflächen in den Zustand des Mietvertrags zurückführen.
In einer Halle steckt selten nur Bausubstanz. Dort stehen Anlagen, hängt Technik und liegt eine Geschichte im Boden. Rückbau heißt hier zuerst: sortieren.
Eine Werkhalle ist kein großes Wohnhaus. Sie besteht aus Bauteilen, die einzeln einen Wert haben – und aus Technik, die niemand einfach abreißen darf.
Deshalb beginnt jeder Industrierückbau mit einer Bestandsaufnahme: Was ist Anlage, was ist Gebäude? Was gehört dem Eigentümer, was dem Mieter? Was wird verkauft, was verschrottet, was muss als Abfall nachgewiesen werden?
In dieser Trennung liegt der eigentliche Wert unserer Arbeit. Unsortiert im Container kostet dasselbe Material Entsorgungsgebühren, für das eine Schrotthandlung sonst bezahlt hätte.
So arbeiten wirIn einer Halle liegt oft mehr Geld im Stahl als im Rest zusammen.
Unser Schwerpunkt liegt auf dem präzisen Teil: Demontage, Trennung, Rückbau im Bestand. Für Großgeräte und Gebäudeabbruch arbeiten wir mit Betrieben zusammen, die genau darauf spezialisiert sind.
Vom Werkzeugmaschinenpark bis zur Förderanlage. Vor der Demontage werden Medien getrennt und Betriebsstoffe abgelassen – Öl, Kühlmittel, Hydraulikflüssigkeit.
Lüftung, Druckluft, Absaugung, Elektroverteilung, Rohrbrücken. Das Freischalten übernimmt eine Elektrofachkraft, die Demontage wir.
Regalanlagen, Zwischenbühnen, Trennwände, Meisterbüros, Sozialräume. Häufig Trockenbau auf Stahlunterkonstruktion, gut trennbar.
Maschinenfundamente, Ölwannen, Gruben und beschichtete Industrieböden. Hier entscheidet sich, wie sauber die Fläche wird.
Der größte Teil der Haustechnik in einer Halle hängt oben. Lüftungskanäle, Abluftrohre, Kabeltrassen, Sprinklerleitungen – alles außer Reichweite und alles zu schwer, um es einfach fallen zu lassen.
Dafür steht die Arbeitsbühne. Demontiert wird abschnittsweise: lösen, abfangen, kontrolliert ablassen, unten zerlegen und sortieren. Das ist langsamer als Herunterreißen und der Grund, warum aus dem Metall danach noch ein Erlös wird statt eine Entsorgungsrechnung.
Auf Hallendächern liegt oft eine schwere, mehrlagig verklebte Bitumenbahn. Von Hand ist das kaum zu schaffen. Wir arbeiten mit einem hydraulischen Schaber – einem Gerät am Kompressor, das die Bahn in Streifen vom Untergrund trennt.
Dieselbe Technik greift bei Beschichtungen und alten Belägen, die sich nicht lösen wollen. Bitumen mit Teeranteil geht getrennt und mit Nachweis weg, siehe Entsorgung.
Was danach übrig bleibt, ist meist eine leere Halle mit tragender Struktur – bereit für eine neue Nutzung oder für den Abbruch.
Der heikelste Teil eines Industrierückbaus ist selten sichtbar. Er liegt unter der Bodenplatte.
Wo jahrzehntelang mit Öl, Lösemitteln oder Metallbearbeitung gearbeitet wurde, ist der Untergrund häufig belastet. Solche Flächen sind in Berlin im Bodenbelastungskataster erfasst. Ein Blick dorthin gehört an den Anfang jeder Planung, nicht ans Ende.
Was wir finden, wird dokumentiert und gemeldet – nicht überdeckt. Die Bewertung übernimmt ein Sachverständiger, die Entsorgung folgt seinem Befund. Alles andere fällt spätestens beim Grundstücksverkauf auf.
Die wenigsten Betriebe können eine Halle vollständig stilllegen. Meist wird ein Bereich frei, während der Rest weiterläuft.
Dafür wird in Abschnitten gearbeitet. Jeder Abschnitt bekommt eine Abschottung, einen eigenen Zugang und eine klare Grenze – staubdicht, beschildert und gegen unbefugtes Betreten gesichert.
Die Wege. Fluchtwege dürfen nie zugestellt werden, auch nicht kurzzeitig. Wo ein Weg entfällt, muss vorher ein Ersatz ausgeschildert sein.
Die Zeiten. Laute Arbeiten werden mit der Betriebsleitung abgestimmt. In vielen Berliner Betrieben heißt das: früh anfangen, mittags die lauten Schritte machen, nachmittags aufräumen.
Die Übergabe. Am Ende jedes Tages ist der Bereich gefegt, gesichert und der Stand dokumentiert. Ein Foto pro Abschnitt genügt und verhindert die meisten Rückfragen.
Wird die Fläche danach neu vermietet, gelten dieselben Anforderungen wie beim Ladenrückbau. Übergeben wird in dem Zustand, der im Mietvertrag steht – nicht in dem, den man für ausreichend hält.
Bestandsliste aller Anlagen, Medienpläne, Schadstoffkataster, Blick ins Bodenbelastungskataster.
Strom, Gas, Druckluft, Dampf und Wasser werden von Fachkräften getrennt und schriftlich freigegeben. Ohne dieses Papier beginnt nichts.
Was verkauft werden kann, kommt unbeschädigt heraus. Maschinen mit Restwert werden zerlegt, nicht zerschnitten.
Leitungen, Kanäle, Trennwände, Bühnen. Metall, Kabel und Dämmung gehen in getrennte Behälter.
Maschinensockel und Gruben werden entfernt, Öffnungen verfüllt und die Fläche eingeebnet.
Übergabe mit Fotodokumentation und den Belegen aller Fraktionen – siehe Entsorgung und Container.
Berlin ist eine Industriestadt gewesen, und der Bestand steht noch. Er wird gerade in großem Umfang umgenutzt.
In den Gewerbegebieten von Marzahn, Spandau und Reinickendorf stehen Hallen aus den Sechzigern und Siebzigern, die für heutige Nutzungen zu klein geschnitten sind. Dort geht es meist um Zwischenbühnen, alte Technik und Trennwände – nicht um die Halle selbst.
In Oberschöneweide und Schöneweide dagegen prägt Backstein aus der Kaiserzeit das Bild. Viele dieser Bauten stehen unter Denkmalschutz. Hier wird zurückgebaut, damit die Substanz erhalten bleibt: alles Spätere heraus, das Tragwerk stehen lassen.
Und in den Höfen von Neukölln und Wedding sitzen kleine Gewerbeeinheiten in Wohnhäusern. Dort gelten dieselben Regeln wie in einer Entkernung im bewohnten Haus – Staubschutz, Ruhezeiten, Rücksicht.
Ein Rückbau ist dann gelungen, wenn möglichst wenig davon zu Abfall wird. Im Industriebau ist dieser Anteil höher als in jedem anderen Gebäudetyp – oft weit über 90 Prozent der Masse.
Stahlbauteile sind geschraubt oder geschweißt, aber fast immer sortenrein. Träger, Bühnen und Regalanlagen lassen sich zerlegen und weiterverwenden – Regalsysteme haben einen ausgesprochen lebendigen Gebrauchtmarkt.
Tore, Türen und Fenster aus Industriebauten sind robust gebaut und selten kaputt. Sie werden ausgebaut statt herausgerissen, wenn Zeit dafür eingeplant ist.
Betonbruch wird gebrochen und ersetzt Kies im Straßen- und Wegebau. Für den mineralischen Anteil ist das der Regelweg, nicht die Ausnahme.
Wir sagen bei der Begehung, was sich lohnt und was nicht. Manches auszubauen kostet mehr Arbeitszeit, als das Bauteil wert ist – dann ist der ehrliche Rat, es in die Verwertung zu geben.
Wo eine Fläche neu genutzt wird, planen wir den Ausbau so, dass die erhaltenswerten Teile zuerst und unbeschädigt herauskommen. Danach folgt alles, was ohnehin nur noch Material ist.
Jede Fraktion bekommt ihren eigenen Beleg. Bei gewerblichen Auftraggebern ist diese Dokumentation Pflicht und wird geprüft – spätestens dann, wenn das Grundstück den Eigentümer wechselt.
Ja, offen und nachvollziehbar. Metall wird getrennt gesammelt, gewogen und über eine Schrotthandlung abgerechnet. Die Wiegescheine legen wir vor, der Erlös wird in der Schlussrechnung gegengerechnet.
Bei metallreichen Objekten deckt das einen spürbaren Teil der Kosten.
Ja. Das ist Demontage statt Rückbau: dokumentiert, beschriftet, transportfähig verpackt. Sagen Sie uns vorher, welche Anlagen wieder aufgebaut werden sollen – der Aufwand unterscheidet sich erheblich.
Mit Abschottung, eigenem Zugang und abgestimmten Arbeitszeiten. Vor Beginn wird gemeinsam mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit festgelegt, wo die Grenze verläuft und wie Fluchtwege geführt werden.
Ältere Dämmungen in Hallen und Kanälen enthalten häufig alte Mineralwolle. Sie wird als gefährlicher Abfall behandelt: staubdicht verpackt, getrennt gesammelt und mit Nachweis entsorgt.
Ob der Verdacht zutrifft, klärt eine Probe – nicht das Auge.
Die Ausführung ja, die Planung nur in Abstimmung. Für Statik, Schadstoffgutachten und Bodenbewertung ziehen wir Fachplaner hinzu. Wir koordinieren die Abläufe, damit Sie einen Ansprechpartner haben.
Was ein Abriss kostet und wie lange er dauert, hängt weniger an der Menge als am Ort. Eine Garage im Hinterhof von Kreuzberg ist etwas anderes als dieselbe Garage in Zehlendorf, wo der Container auf dem eigenen Grundstück steht.
Für jeden Teil der Stadt haben wir aufgeschrieben, worauf es dort ankommt: Prenzlauer Berg · Neukölln & Britz · Kreuzberg & Friedrichshain · Mitte & Wedding · Charlottenburg & Wilmersdorf · Tempelhof & Schöneberg · Steglitz & Zehlendorf · Lichtenberg & Marzahn · Treptow & Köpenick · Spandau & Siemensstadt · Reinickendorf & Tegel.
Bei der Begehung erfassen wir Anlagen, Medien und Zugänge. Danach steht ein Ablauf, der zu Ihrem Betrieb passt – und ein Preis, der hält.
Gewerbeflächen in den Zustand des Mietvertrags zurückführen.
Wenn das Gebäude bleibt und nur der Inhalt geht.
Beschichtete Industrieböden und Maschinensockel.
Getrennte Fraktionen, Wiegescheine, lückenlose Nachweise.