Abriss und Entkernung in Treptow und Köpenick
Hier ist selten das Haus die Schwierigkeit, sondern der Weg dorthin. Schmale Siedlungswege, weicher Untergrund, Grundstücke am Wasser – das entscheidet über den ganzen Ablauf.
Der Container kommt nicht überall hin
In der Innenstadt steht der Container vor der Tür, und die Frage ist nur, ob ein Halteverbot nötig ist. Hier ist die Frage grundsätzlicher: Kommt das Fahrzeug überhaupt bis zum Haus?
Viele Wege in den Siedlungen sind schmal, nicht befestigt und im Frühjahr weich. Ein voll beladener Container wiegt mehr, als so ein Weg verträgt.
Deshalb messen wir hier zuerst die Zufahrt: Breite, Tragfähigkeit, Wendemöglichkeit, Abstand zum Haus. Erst danach steht fest, mit welchem Gerät gearbeitet wird.
Ein Fahrzeug, das sich festfährt, kostet mehr als der ganze Rückbau. Deshalb fahren wir lieber zweimal mit kleinerem Gerät.Aus der Praxis
Die Laube kam aus dem Katalog
Viele Wochenendhäuser hier sind keine Handwerksbauten, sondern Fertigbauten. In der DDR wurden Lauben aus raumhohen, industriell vorgefertigten Tafeln geliefert – im Rastermaß von 1,20 Metern, mit bereits eingesetzten Fenstern und Türen.
Der Besitzer setzte das Fundament, den Rest stellte er ohne Spezialwerkzeug auf. Dazu kamen Bungalowtypen aus dem Katalog, etwa der bekannte B 34.
Für den Rückbau ist das ein Vorteil. Was einmal entlang von Fugen zusammengesetzt wurde, lässt sich entlang derselben Fugen zerlegen – Tafel für Tafel, statt alles zu zerschlagen.
Das Material bleibt dabei getrennt: Holz, Metall, Dachbahn, mineralische Teile. Sortenrein kostet die Entsorgung deutlich weniger als eine Mischmulde.
In Neu-Venedig gilt übrigens seit 2003 ein Bebauungsplan, der die Siedlung als Wochenendhausgebiet festschreibt und die Häuser auf höchstens 60 Quadratmeter begrenzt. Ab 1961 pachteten DDR-Bürger dort Grundstücke von West-Berlinern – deshalb stehen dort bis heute sehr verschiedene Bauten nebeneinander.
Wenn das Grundstück wirklich frei werden soll
Ein abgerissenes Haus ist nicht dasselbe wie ein freies Grundstück. Was bleibt, steckt unter der Grasnarbe.
Bei Lauben sind das meist Punktfundamente oder eine dünne Bodenplatte. Bei Bungalows kommt manchmal ein Streifenfundament dazu, gelegentlich eine alte Sickergrube.
Wir sagen vor dem Angebot, was davon im Preis steckt und was als eigene Position kommt. An dieser Stelle entstehen sonst die Nachforderungen, über die sich später alle ärgern.
Worauf es in Ufernähe ankommt
Viele Grundstücke liegen an Spree, Dahme oder See. Das ist schön – und es verlangt Sorgfalt.
Der Boden ist oft weich, der Grundwasserstand hoch. Schweres Gerät hinterlässt Spuren, die niemand wieder wegbekommt.
Und alles, was ausläuft, ist sofort ein Problem. Deshalb gilt bei uns in Ufernähe: keine Betankung auf dem Grundstück, Wannen unter stehendem Gerät, Material nicht offen lagern.
Haus mit Garten, Keller voll
In Bohnsdorf, Müggelheim, Friedrichshagen und Rahnsdorf stehen Eigenheime, oft aus den sechziger bis achtziger Jahren, häufig selbst gebaut und mehrfach erweitert.
Typisch sind ein Anbau, ein ausgebauter Dachboden und ein Keller, der seit Jahrzehnten alles aufgenommen hat, was oben keinen Platz fand.
Der Rückbau ist hier Mengenarbeit, keine Feinarbeit. Der Vorteil: Das Grundstück gehört Ihnen, der Container steht, wo er stehen soll, und niemand wohnt hinter der Wand.
Schöneweide – alte Industrie, neue Nutzung
In Niederschöneweide und Oberschöneweide stehen die Bauten der alten Elektroindustrie. Heute sitzen dort Werkstätten, Ateliers, Lager und Hochschulflächen.
Dort gelten die Regeln des Gewerberückbaus: Deckenlast beachten, Technik trennen statt abreißen, Zufahrt und Aufzug vorher messen.
Und wie überall im Bestand: erst an einer Stelle öffnen, nachsehen, dann kalkulieren.
Was den Preis hier bestimmt
Die Zufahrt. Ob das Fahrzeug bis ans Haus kommt oder alles über fünfzig Meter Schubkarrenweg geht, macht den größten Unterschied.
Das Fundament. Ein Haus abtragen ist eine Sache, den Untergrund freiräumen eine zweite.
Die Trennung. Fertigbauten lassen sich sortenrein zerlegen. Das kostet etwas mehr Zeit und deutlich weniger Entsorgung.
Wir rechnen nach Positionen ab. Was im Angebot steht, steht auch auf der Rechnung. Kommt beim Öffnen etwas heraus, das vorher niemand sehen konnte, melden wir es mit Foto, bevor weitergearbeitet wird.
Wo wir hier arbeiten
In Treptow, in Baumschulenweg, in Johannisthal, in Adlershof und in Bohnsdorf.
In Köpenick, in Friedrichshagen, in Rahnsdorf, in Müggelheim und in den Siedlungen am Müggelsee.
Unser Büro steht in der Prenzlauer Allee. Für den Südosten planen wir die Anfahrt großzügiger – dafür bringen wir gleich das richtige Gerät mit.
Wie das Material vom Grundstück kommt
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Getrennt
Getrennt geladen: Holz für sich, Mineralisches für sich. Eine Mischmulde wäre teurer. -
Wenn es passt
Wo die Zufahrt es hergibt, sortiert der Greifer schon beim Aufnehmen. -
Sortiert
Holz für sich, Dämmung für sich. Zwei Fraktionen, zwei Preise – das entscheidet sich hier, nicht auf dem Hof des Entsorgers. -
Verschlossen
Alte Mineralwolle geht verschlossen weg. Das ist Vorschrift, und es ist auch für die Nachbarn besser.
Warum hier der Termin mitentscheidet
In der Innenstadt ist der Monat fast egal. Hier nicht.
Auf ungefestigten Wegen ist trockener Boden oder Frost der beste Zustand. Tauwetter und lange Regenwochen sind der schlechteste – dann hinterlässt jedes Fahrzeug Spuren, die jemand wieder in Ordnung bringen muss.
Deshalb sprechen wir bei Grundstücken ohne feste Zufahrt über den Zeitpunkt, nicht nur über den Preis. Ein Termin drei Wochen später kann den Auftrag deutlich einfacher machen.
Und wenn es eilt, planen wir anders: kleineres Gerät, Fahrplatten auf dem weichen Stück, Umschlag am befestigten Weg.
Abriss auf dem Grundstück
Hier ist der Abriss oft der eigentliche Auftrag: eine Laube, ein Bungalow, ein Bootsschuppen, ein altes Wochenendhaus, das niemand mehr nutzt.
Das Haus selbst ist meist schnell abgetragen. Die Arbeit steckt im Weg dorthin und im Untergrund – Fundament, Platte, manchmal eine alte Sickergrube.
Wir sagen vorher, was im Preis steckt und was als eigene Position kommt. So gibt es am Ende keine Diskussion über den Haufen, der noch liegt.
Mehr dazu: Gartenlauben, Hausabriss, Garagen.
Was Auftraggeber hier meistens fragen
Das Grundstück ist nur über einen Fußweg erreichbar – geht das?
Ja, mit anderem Vorgehen. Wir arbeiten dann mit Big Bags oder kleinen Behältern und einem Umschlagplatz am befahrbaren Weg. Das dauert länger, ist aber planbar – vorausgesetzt, wir wissen es vorher.
Brauche ich für den Abriss der Laube eine Genehmigung?
Das entscheidet das Bauamt, abhängig von Größe, Lage und Bebauungsplan. Wir sagen Ihnen, was üblicherweise gefragt wird, und fangen erst an, wenn die Sache geklärt ist.
Kann im Winter gearbeitet werden?
In der Regel ja. Auf ungefestigten Wegen ist Frost sogar hilfreich, Tauwetter dagegen der schlechteste Zeitpunkt. Wir legen Termine hier bewusst nicht in die Wochen, in denen die Wege aufweichen.
Und wenn Schadstoffe auftauchen?
Dann wird an dieser Stelle gestoppt. Bei Bauten dieser Zeit sind alte Dach- und Wandplatten, Kleber und Dämmungen die üblichen Kandidaten. Wir melden es mit Foto, Sie entscheiden über die Beprobung, die Sanierung macht ein Fachbetrieb.
Was passiert mit dem Material?
Getrennt schon auf dem Grundstück: Holz, Metall, mineralischer Bauschutt, Dachbahnen und Restmüll jeweils für sich. Metall bringt Erlös, der in die Abrechnung einfließt. Wie wir entsorgen.
Am Wasser und in der Kolonie entscheidet die Zufahrt, nicht die Fläche.
So arbeiten wir
Sie sprechen mit dem, der die Arbeit macht. Wer zur Besichtigung kommt, macht auch den Preis – und steht am Tag der Arbeit selbst im Staub.
Die Bilder auf dieser Seite sind von unseren eigenen Baustellen. Kein Bild ist gekauft, keines gestellt.
Erst den Weg ansehen, dann das Haus
Schicken Sie uns die Adresse und ein paar Fotos – am besten auch eines von der Zufahrt. Wir sehen uns den Weg und das Objekt an und schicken das Angebot nach Positionen.