Gartenlaube abreißen
Ähnlicher Fall, andere Regeln – besonders in Kleingartenanlagen.
Der kleinste Abbruch mit der größten Fallhöhe: Auf dem Dach vieler Berliner Garagen liegen Platten, die niemand ohne Prüfung anfassen sollte.
Auf Garagen, Schuppen und Carports, die vor 1993 gebaut wurden, liegen häufig graue Faserzementplatten. Sie können Asbest enthalten – und sehen von unten aus wie jedes andere Dach.
Solange die Platten unbeschädigt liegen, geht von ihnen kaum Gefahr aus. Kritisch wird es beim Abbrechen: Werden sie zerschlagen, gebohrt oder geworfen, setzen sie Fasern frei, die eingeatmet werden.
So arbeiten wirDiese Platten werden abgenommen, nicht heruntergeworfen.
Deshalb wird bei Verdacht zuerst beprobt. Bestätigt sich Asbest, übernimmt ein nach der Technischen Regel TRGS 519 zugelassener Fachbetrieb die Abnahme, die Verpackung und die Entsorgung. Erst danach beginnt der eigentliche Abbruch.
Wir treffen dazu keine Einschätzung nach Augenschein – das kann niemand seriös, und das Risiko trägt am Ende der Eigentümer.
Betonteile, verschraubt oder gefügt. Wird zerlegt und abtransportiert. Häufig lässt sie sich sogar am Stück abfahren, wenn der Kran hinkommt.
Ziegel oder Porenbeton mit Betondecke. Mehr Masse, mehr Schutt – dafür sortenreiner Bauschutt, der in der Entsorgung wenig kostet.
Holz auf Punktfundamenten. Der schnellste Fall, sofern das Holz nicht mit alten Holzschutzmitteln behandelt wurde.
Stahlkonstruktion mit Trapezblech. Geht als Metall in die Verwertung und mindert dadurch die Kosten.
In allen vier Fällen ist die Frage dieselbe: Was passiert mit dem Boden darunter?
Der sichtbare Teil ist schnell weg. Was die Dauer bestimmt, liegt darunter.
Unter einer Garage liegt meist eine Betonplatte von zehn bis zwanzig Zentimetern. Sie ruht umlaufend auf einem Streifenfundament, das bis in frostfreie Tiefe reicht – in Berlin etwa 80 Zentimeter.
Was passt, hängt davon ab, was Sie danach mit der Fläche vorhaben. Sagen Sie uns das bei der Besichtigung – es ist der Punkt mit dem größten Einfluss auf den Preis.
Bei älteren Garagen kommt gelegentlich eine Ölwanne oder ein getränkter Betonboden zum Vorschein. Solches Material wird getrennt gesammelt; mehr dazu unter Entsorgung und Container.
In Marzahn, Hohenschönhausen und Lichtenberg stehen bis heute große Garagenkomplexe aus DDR-Zeiten. Viele davon werden aufgelöst, weil die Flächen für Wohnungsbau gebraucht werden.
Für die Nutzer bedeutet das meist eine Rückbaupflicht: Wer auf gepachtetem Grund gebaut hat, muss bei Pachtende abreißen. Die Fläche geht geräumt zurück. Das steht in vielen alten Nutzungsverträgen und wird bei der Rückgabe geprüft.
Die Reihenbauweise. Garagen teilen sich Wände. Wer eine einzelne aus der Reihe nimmt, öffnet die Nachbargarage – das geht nur mit Absprache und Sicherung.
Die Menge. Bei mehreren Dutzend Einheiten lohnt sich ein Brecher vor Ort. Der Bauschutt wird zu Recyclingmaterial und bleibt gleich als Verfüllung auf der Fläche.
Die Räumung. In fast jeder Garage steht noch Inhalt: Reifen, Altöl, Farben, ein halbes Mopedlager. Das ist kein Bauschutt und wird getrennt erfasst – eine der häufigsten Kostenüberraschungen.
Wo eine Gemeinschaft geschlossen zurückbaut, lohnt es sich, die Arbeiten zu bündeln. Ein Container für dreißig Garagen kostet weniger als dreißig einzelne Abfuhren, und die Maschine rollt nur einmal an. Das stimmen wir mit dem Vorstand oder der Verwaltung ab.
Dachplatten beproben, Inhalt heraus, Strom abklemmen lassen, falls eine Leitung anliegt.
Eindeckung abnehmen – bei Asbestverdacht durch den Fachbetrieb, sonst von uns. Danach die Decke.
Metall und Mauerwerk werden getrennt gesammelt. Das Tor geht als Schrott mit Erlös.
Soweit vereinbart herausgenommen, die Grube verfüllt und verdichtet.
Eingeebnet, gefegt, mit Fotos und Entsorgungsbelegen.
Eine freistehende Einzelgarage samt Bodenplatte dauert etwa drei Tage. Wie lange genau, entscheidet die Platte.
Eine dünne, unbewehrte Platte lässt sich in Felder brechen und abtragen. Sitzt Baustahl darin, muss jedes Feld zusätzlich freigelegt und getrennt werden – das ist der Unterschied zwischen einem halben und einem ganzen Tag allein für den Boden.
Bei der Besichtigung schlagen wir deshalb an einer Stelle an und sehen nach, was in der Platte steckt. Erst danach steht der Preis.
Eine leere Fläche ist selten das Ziel. Was danach kommt, bestimmt, wie tief wir gehen und wie der Boden übergeben wird.
Bei einem Neubau an derselben Stelle muss der Untergrund tragfähig sein. Alte Fundamente und lose Verfüllung kommen heraus, die Grube wird lagenweise verdichtet. Wie tief, sagt der Planer des Neubaus – wir richten uns danach.
Für Rasen und Beete reicht eine geräumte Fläche mit Mutterboden. Wichtig ist, dass keine Betonreste und keine Folie im Boden bleiben. Wurzeln finden jede Platte, die jemand liegen gelassen hat.
Hier ist die vorhandene Betonplatte oft ein Vorteil. Sie wird gesäubert, Kanten werden gebrochen und offene Anschlüsse verschlossen. Das ist die schnellste und sparsamste Variante.
In allen drei Fällen übergeben wir mit Fotos vom Zustand vor und nach der Arbeit. Das ist besonders dann wichtig, wenn die Fläche an einen Verpächter zurückgeht und jemand später fragt, was tatsächlich gemacht wurde.
Kleine Garagen und Nebenanlagen sind in Berlin in der Regel verfahrensfrei abzubrechen. Ausnahmen gelten bei Denkmalschutz, in Erhaltungsgebieten und wenn die Garage Teil eines größeren genehmigungspflichtigen Vorhabens ist.
Steht sie auf gepachtetem Grund, ist zusätzlich der Nutzungsvertrag maßgeblich – dort steht meist, in welchem Zustand die Fläche zurückzugeben ist.
Sicher nur im Labor. Hinweise sind Baujahr vor 1993, graue Wellplatten mit sechs oder acht Wellen und eine leicht faserige Bruchkante. Manche Platten tragen einen aufgedruckten Herstellercode mit Datierung.
Bei Verdacht wird beprobt, bevor jemand aufs Dach steigt.
Ja. Reifen, Möbel, Werkzeug und Elektrogeräte werden getrennt erfasst und abgefahren. Altöl, Farben und Chemikalien gehen gesondert an eine Annahmestelle – bitte sagen Sie uns vorher Bescheid, wenn davon größere Mengen vorhanden sind.
Ja, aber nicht ohne Vorbereitung. Die gemeinsame Wand bleibt stehen und wird zur Außenwand der Nachbargarage: Sie muss gesichert und witterungsdicht verschlossen werden. Das gehört in die Absprache, bevor gearbeitet wird.
Den Preis nennen wir nach der Besichtigung, weil drei Dinge stark streuen: das Dachmaterial, die Tiefe des Fundaments und die Zufahrt für Container und Maschine. Eine Zahl ins Blaue hinein wäre keine Hilfe.
Was wir vorab sagen können: Die Besichtigung kostet nichts, und der Preis danach steht schriftlich. Kommt beim Aufbrechen etwas zum Vorschein, das auch bei sorgfältiger Prüfung niemand sehen konnte – etwa ein Fundament, das doppelt so tief reicht wie üblich –, rufen wir an und sagen, was es kostet. Sie entscheiden, bevor wir weitermachen.
Was ein Abriss kostet und wie lange er dauert, hängt weniger an der Menge als am Ort. Eine Garage im Hinterhof von Kreuzberg ist etwas anderes als dieselbe Garage in Zehlendorf, wo der Container auf dem eigenen Grundstück steht.
Für jeden Teil der Stadt haben wir aufgeschrieben, worauf es dort ankommt: Prenzlauer Berg · Neukölln & Britz · Kreuzberg & Friedrichshain · Mitte & Wedding · Charlottenburg & Wilmersdorf · Tempelhof & Schöneberg · Steglitz & Zehlendorf · Lichtenberg & Marzahn · Treptow & Köpenick · Spandau & Siemensstadt · Reinickendorf & Tegel.
Schicken Sie uns ein Bild der Garage und sagen Sie, was mit der Fläche geschehen soll. Den Rest klären wir vor Ort.
Ähnlicher Fall, andere Regeln – besonders in Kleingartenanlagen.
Wenn die Garage nur der Anfang ist.
Anbauten, Mauern, Treppen, Nebengebäude.
Bauschutt, Metall und Inhalt gehen getrennte Wege.