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DEMIUS – Abriss und Demontage, Berlin Termin holen

Hausabriss in Berlin

Ein Haus verschwindet nicht an einem Tag. Es verschwindet in einer Reihenfolge – und die längste Zeit vergeht, bevor die erste Maschine anrollt.

Kettenbagger mit Sortiergreifer auf dem Tieflader vor einem Berliner Plattenbau
Sortier­greifer statt Abrissbirne: Er hebt einzelne Teile heraus und trennt schon beim Abbruch nach Fraktion.
Anzeigebeim Bezirksamt, vor Beginn
Selektiverst leer, dann massiv
NachbarBrandwand wird gesichert
Preis stehtschriftlich nach der Besichtigung
Der entscheidende Punkt

Der Abriss beginnt im Aktenordner

Kunden fragen zuerst, wie lange der Abriss dauert. Die ehrliche Antwort lautet: Der Abriss selbst dauert Tage, die Vorbereitung Wochen.

In Berlin ist der Abbruch baulicher Anlagen nach der Bauordnung für Berlin anzuzeigen. Größere Gebäude brauchen zusätzlich die Bestätigung eines Tragwerks­planers, dass die Stand­sicherheit der Nachbarbebauung während des Rückbaus gewahrt bleibt.

Dazu kommen Punkte, die kein Formular erzwingt und die trotzdem jedes Vorhaben aufhalten:

  • abgeklemmte Haus­anschlüsse
  • ein Schadstoff­kataster
  • die Baumschutz­verordnung
  • und die Frage, was im Boden liegt

So arbeiten wirDas Papier kostet Wochen, der Bagger kostet Tage. Deshalb fangen wir mit dem Papier an.

Wir sagen bei der Besichtigung, welche Unterlagen fehlen. Ein Angebot ohne diese Klärung wäre eine Schätzung, kein Preis.

Vier Berliner Besonderheiten

Was hier anders ist als anderswo

Berlin ist eine dicht gebaute Stadt auf sandigem Untergrund mit einer sehr eigenen Geschichte. Das prägt jeden Abbruch.

Die Brandwand des Nachbarn

Berliner Häuser stehen Wand an Wand. Fällt eines, wird die Wand des Nachbarn zur Außenwand – und muss gesichert, abgedichtet und gedämmt werden. Das gehört zum Abbruch, nicht danach.

Kampfmittel­verdacht

Für weite Teile des Stadt­gebiets liegen Luftbildauswertungen vor. Wo ein Verdacht besteht, wird vor dem Erdeingriff sondiert. Das ist Routine, kein Ausnahme­fall.

Die Baumschutz­verordnung

Bäume ab 80 Zentimetern Stammumfang sind geschützt. Auch die Wurzel­bereiche – der Bagger darf nicht überall stehen, wo Platz wäre.

Der enge Zugang

Hinterhöfe, Durch­fahrten von 2,20 Metern, Straßen ohne Halteverbot. Die Maschinen­größe richtet sich nach der Einfahrt, nicht nach dem Haus.

Jeder dieser Punkte kostet Zeit, wenn er zu spät auffällt – und fast nichts, wenn er von Anfang an mitgeplant wird.

Die Methode

Selektiver Rückbau statt Abriss am Stück

Großer entkernter Raum mit frei liegendem Dachstuhl
Erst kommt alles heraus, was kein Baustoff ist. Was dann noch steht, ist das Tragwerk.

Ein Haus einfach zusammenzuschieben, ist heute weder erlaubt noch sinnvoll. Was herauskommt, wäre ein Gemisch, das niemand verwerten kann.

Stattdessen wird in Schichten gearbeitet. Zuerst kommt alles heraus, was kein Baustoff ist: Möbel, Bodenbeläge, Rohre, Kabel, Dämmung. Dann folgen Bauteile, die getrennt verwertet werden – Holz, Metall, Glas, Kunststoff. Erst am Ende geht die Maschine an die Substanz.

Diese Entkernung vor dem Abbruch ist der aufwendigste Teil – und der, der die Kosten senkt. Was sortenrein getrennt ist, kostet in der Entsorgung einen Bruchteil von gemischtem Abfall.

Dachstuhl von innen nach dem Rückbau der Dämmung, Sparren und Dachfenster liegen frei
Unterm Dach zuerst: Verkleidung und Dämmung heraus, damit das Holz sichtbar wird. Erst dann lässt sich beurteilen, was davon verwertbar ist.

Das Holz aus einem Dachstuhl ist der Posten, bei dem sich das Trennen am deutlichsten rechnet. Unbehandeltes Bauholz geht als eigene Fraktion weg. Mit Dämmung, Folie und Nägeln vermischt wäre es Bau­mischabfall.

Was aus dem Haus wird

  • Ziegel und Beton werden gebrochen und als Recycling­schotter wiederverwendet
  • Stahl und Metall gehen in die Schmelze – mit Erlös, der gegen die Kosten läuft
  • Holz je nach Belastung stofflich oder thermisch verwertet
  • Schadstoffhaltiges getrennt, dokumentiert und nachgewiesen entsorgt

Über 90 Prozent der Masse eines Berliner Wohnhauses sind mineralisch und damit verwertbar. Das ist der Grund, warum sauberer Rückbau nicht nur umweltfreundlicher ist, sondern am Ende weniger kostet.

Der Ablauf

Von der Anzeige bis zum leeren Grundstück

Erkunden und melden

Schadstoffe beproben, Anzeige einreichen, Haus­anschlüsse für Strom, Gas, Wasser und Fernwärme stilllegen lassen. Ohne diese Trennung wird nicht begonnen.

Baustelle einrichten

Bauzaun, Zufahrt, Stellfläche für Container. Nachbar­gebäude werden vorher mit Fotos und Riss­protokoll dokumentiert.

Entkernen

Alles Nicht­tragende heraus, getrennt gesammelt und abgefahren. Hier entsteht der größte Teil der Arbeitszeit.

Abbrechen von oben

Geschoss für Geschoss, mit Sortier­greifer statt Kugel. Wasser bindet den Staub, der Schutt wird laufend abgezogen.

Gründung und Keller

Fundamente und Kellersohle werden herausgenommen, soweit vereinbart. Öltanks und Sicker­gruben gehören dazu.

Verfüllen und übergeben

Die Grube wird mit geeignetem Material verfüllt, lagenweise verdichtet und die Fläche eingeebnet. Am Ende steht ein Grundstück, auf dem gebaut werden kann.

Entkerntes Haus in Wannsee, Dachstuhl offen, Innenwände zurückgebaut
Wannsee: Das Haus steht, das Innenleben ist draußen.
Die Nachbar­schaft

Was die Leute nebenan davon merken

Ein Abbruch im bewohnten Quartier ist ein Eingriff in den Alltag von Menschen, die nichts damit zu tun haben. Wie damit umgegangen wird, entscheidet über den Verlauf.

Vor dem Beginn gehen wir durch die angrenzenden Häuser und dokumentieren den Zustand: Fotos, Riss­protokoll, wo nötig Messmarken. Das schützt beide Seiten – die Nachbarn vor unbemerkten Schäden und uns vor Forderungen für Risse, die seit 1998 in der Wand stehen.

Während der Arbeiten gelten die Berliner Ruhezeiten. Staub wird mit Wassernebel niedergehalten, die Zufahrt sauber gehalten, der Gehweg gefegt. Wer über Wochen neben einer Baustelle wohnt, merkt den Unterschied.

Nach dem Abbruch bleibt die Brandwand des Nachbar­hauses stehen – jetzt als Außenwand. Sie wird gesichert und witterungsdicht verschlossen, bis der Neubau anschließt.

Was den Preis bestimmt

Fünf Größen, an denen sich alles entscheidet

Ein Abbruch­preis ist keine Quadratmeter­zahl. Er setzt sich aus wenigen Faktoren zusammen, die sich bei der Besichtigung ablesen lassen.

Die Masse. Umbauter Raum in Kubikmetern, nicht die Wohnfläche. Ein Haus mit hohen Altbau­decken bringt bei gleicher Grundfläche deutlich mehr Material.

Die Bauweise. Ziegel im Kalkmörtel löst sich leichter als Stahlbeton. Eine Holzbalken­decke ist schneller unten als eine preußische Kappendecke.

Der Zugang. Steht die Maschine direkt am Haus oder muss durch eine Hof­durchfahrt gearbeitet werden? Das ist in Berlin der Punkt mit dem größten Ausschlag.

Die Schadstoffe. Asbest, künstliche Mineral­fasern, teerhaltige Abdichtungen. Jeder Fund verlangt ein eigenes Verfahren und eigene Nachweise.

Der Nachbar. Freistehend ist einfach. Zwischen zwei bewohnten Häusern eingebaut heißt: abfangen, sichern, in kleinen Schritten arbeiten.

Wir nennen einen Preis erst, wenn diese fünf Punkte geklärt sind. Alles davor wäre eine Hausnummer, an der später niemand festhalten könnte.

Ein Haus in Wannsee

Erst leer, dann massiv

Was Kunden fragen

Häufige Fragen zum Hausabriss

Brauche ich eine Genehmigung?

Der Abbruch ist in Berlin grundsätzlich anzuzeigen. Ob darüber hinaus ein Verfahren nötig ist, hängt von Größe, Lage und Schutz­status des Gebäudes ab. Bei denkmalgeschützter Substanz entscheidet die Denkmalschutz­behörde – dort ist ein Abriss die Ausnahme.

Welcher Fall vorliegt, klären wir gemeinsam mit dem Planer, bevor irgendetwas terminiert wird.

Wie lange dauert der Abriss eines Einfamilien­hauses?

Die reine Ausführung liegt meist bei ein bis zwei Wochen, davon entfällt der größere Teil auf das Entkernen. Der Vorlauf mit Anzeige, Schadstoff­prüfung und Abklemmen der Anschlüsse dauert erfahrungsgemäß vier bis acht Wochen.

Muss der Keller mit heraus?

Das entscheidet, was danach gebaut wird. Wird neu unterkellert, kommt alles heraus. Bleibt die Fläche unbebaut, wird oft nur die Decke entfernt und der Rest verfüllt. Das spart einen erheblichen Teil der Kosten, muss aber mit dem Planer abgestimmt sein.

Was passiert bei Asbest­verdacht?

Vor dem Rückbau wird beprobt. Bestätigt sich der Verdacht, übernimmt ein zugelassener Fachbetrieb die Sanierung nach der Technischen Regel TRGS 519, bevor der eigentliche Abbruch beginnt.

Wir treffen dazu keine Einschätzung nach Augenschein. Das kann niemand seriös.

Können Sie den Bauschutt vor Ort aufbereiten?

Bei größeren Flächen ja. Ein mobiler Brecher macht aus dem mineralischen Anteil Recycling­material, das gleich zur Verfüllung genutzt wird. Das spart Transporte und Deponie­kosten – lohnt sich aber erst ab einer bestimmten Menge.

Ob sich das rechnet, sagen wir nach der Besichtigung. Entscheidend sind die Menge, der freie Platz auf dem Grundstück und die Entfernung zur nächsten Aufbereitungs­anlage.

In Ihrem Bezirk

Wo in Berlin wir abreißen

Was ein Abriss kostet und wie lange er dauert, hängt weniger an der Menge als am Ort. Eine Garage im Hinterhof von Kreuzberg ist etwas anderes als dieselbe Garage in Zehlendorf, wo der Container auf dem eigenen Grundstück steht.

Für jeden Teil der Stadt haben wir aufgeschrieben, worauf es dort ankommt: Prenzlauer Berg · Neukölln & Britz · Kreuzberg & Friedrichshain · Mitte & Wedding · Charlottenburg & Wilmersdorf · Tempelhof & Schöneberg · Steglitz & Zehlendorf · Lichtenberg & Marzahn · Treptow & Köpenick · Spandau & Siemensstadt · Reinickendorf & Tegel.

Der nächste Schritt

Wir gehen einmal ums Haus

Bei der Besichtigung sehen wir uns Zufahrt, Nachbarbebauung und Bausubstanz an. Danach wissen Sie, was zu klären ist und was es kostet.

Kostenlose Besichtigung anfragen

Das hängt oft zusammen

Entkernung

Der Schritt, der vor jedem Abbruch steht.

Kevin, der digitale Assistent von DEMIUS — Bild von einer KI erzeugt Kevin antwortet sofort KI — dieser Assistent ist eine künstliche Intelligenz und antwortet rund um die Uhr