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DEMIUS – Abriss und Demontage, Berlin Termin holen

Abriss und Entkernung in Prenzlauer Berg

Unser Büro steht in der Prenzlauer Allee. Wir arbeiten in Häusern, die wir vom Vorbeigehen kennen – und in denen zwei Bauzeiten übereinanderliegen: die Gründerzeit und die Sanierung der Neunziger.

Zwei Bauzeitenerst die Neunziger, dann 1900
Unter den DielenSchüttung, nicht Rohboden
Nachbarn bleibenAushang, Staubwand, feste Zeiten
Büro im KiezPrenzlauer Allee, Besichtigung meist am selben Tag
Altbauzimmer mit entfernter Wand, darunter liegt der Dielenboden frei
Die Wand ist heraus, die Dielen liegen frei. Was jetzt kommt, entscheidet über die Hälfte der Zeit.
Der Bestand

Warum hier fast jedes Haus alt ist

Im Krieg blieb der Ortsteil weitgehend verschont. Was anderswo zerstört und neu gebaut wurde, steht hier noch: 67 % aller Wohnungen stammen aus den Jahren 1871 bis 1914, über 80 % entstanden vor 1948. Das ist das größte zusammenhängende Gründerzeit­gebiet Deutschlands.

Für uns heißt das: Wir haben es fast immer mit demselben Bautyp zu tun. Vorderhaus, Seiten­flügel, Quergebäude, dazwischen der Hof. Holzbalken­decken, Dielen, hohe Räume, enge Treppen­häuser. Wer diesen Aufbau kennt, weiß vorher, was hinter der Wand liegt – und muss nicht beim Aufstemmen raten.

Enge Berliner Gasse zwischen Mietshäusern mit Kopfsteinpflaster um 1900
Berlin um 1900, aufgenommen von Heinrich Zille. Die Häuser, die damals gebaut wurden, stehen hier zum großen Teil noch – und in ihnen arbeiten wir.
Schicht für Schicht

Was zwischen den Balken liegt

Der Bodenaufbau

Was liegt unter einem Dielenboden?

Nicht der Rohboden. Unter den Dielen liegt eine Holzbalken­decke, und die ist in Schichten gebaut: auf den Balken der Blindboden, darunter der Einschub, und dazwischen eine Füllung aus Schlacke, Sand oder Lehm. Diese Füllung trägt den Schall­schutz – und sie macht das Gewicht.

Wer die Dielen hochnimmt, ist deshalb nicht fertig, sondern steht am Anfang. Die Füllung muss heraus, ohne dass die Balken Schaden nehmen, und sie muss getrennt gesammelt werden, weil sie nicht in den Bauschutt­container gehört.

Das ist der Punkt, an dem die meisten Kalkulationen daneben liegen. Nicht die Fläche entscheidet, sondern was zwischen den Balken liegt.Aus der Praxis

Die zweite Schicht

Warum die Sanierung der Neunziger heute Arbeit macht

Anfang der neunziger Jahre war der Bestand marode: Kohleöfen, Toiletten auf halber Treppe, kaum Bäder. Dann kam die Sanierung – in fünf Gebieten, rund um Helmholtzplatz, Kollwitzplatz, Teutoburger Platz, Winsstraße und im Bötzowviertel. Allein mit öffentlichen Mitteln wurden 32.202 Wohn­einheiten gefördert saniert.

Gebaut wurde damals meist über den Bestand: Vorsatzschalen vor alten Wänden, neuer Aufbau auf alten Decken, Leitungen in Schlitzen und abgehängten Decken. Das war schnell und es hat funktioniert.

Dreißig Jahre später kommt das alles noch einmal heraus. Und dann liegt nicht eine Schicht vor uns, sondern zwei: erst die Neunziger, dann 1900. Deshalb dauert ein Rückbau im sanierten Altbau länger als einer im Rohzustand – und deshalb schauen wir bei der Besichtigung hinter die Verkleidung, bevor wir einen Preis nennen.

Milieu­schutz

Was darf ich im Milieuschutzgebiet zurückbauen?

Zehn Milieuschutz­gebiete liegen im Ortsteil (Stand Mai 2026). Damit ist fast alles hier erfasst. Was das bedeutet, lässt sich kurz sagen:

  • Instand­setzen im Bestand ist unkritisch. Ein kaputtes Bad wird wieder ein Bad.
  • Grundriss ändern braucht eine Genehmigung. Wände versetzen, Wohnungen zusammenlegen, Zimmer teilen.
  • Standard anheben ist genehmigungspflichtig. Zweites Bad, Fußboden­heizung, Kamin.

Die Genehmigung holt der Eigentümer beim Bezirksamt Pankow, nicht der Handwerker. Aber wir richten uns danach: Wir fangen nicht an aufzustemmen, bevor klar ist, was genehmigt ist. Eine Wand, die schon liegt, lässt sich schlecht zurückverhandeln.

Vier Berliner Handwerker in Schürzen vor ihrer Werkstatt, auf der Scheibe steht schnell und sauber
Berliner Handwerker vor ihrer Werkstatt, um 1900. Auf der Scheibe steht, was sie versprechen: schnell & sauber. Aufnahme von Heinrich Zille.
Der Weg nach draußen

Wie kommt der Schutt aus einem Hinterhaus?

Über die Treppe und über den Hof. Aufzüge gibt es in diesen Häusern selten, und wo einer nachgerüstet wurde, ist er für Umzüge gedacht, nicht für Bauschutt.

Deshalb messen wir bei der Besichtigung zuerst den Weg, nicht die Wohnung: Wie breit ist das Treppenhaus, wie eng sind die Wendungen, passt die Durchfahrt zum Hof, wo darf der Container stehen, braucht es eine Halteverbots­zone. Das entscheidet über die Hälfte der Zeit – und damit über den Preis.

Im Seiten­flügel und im Quergebäude wird es enger als im Vorderhaus. Das ist kein Hindernis, aber es gehört in die Kalkulation, bevor jemand ein Angebot schreibt.

Bewohnte Häuser

Was passiert mit den Nachbarn?

Hier steht selten ein Haus leer. Nebenan wird gewohnt, gearbeitet, geschlafen. Ein Rückbau im bewohnten Haus ist deshalb zur Hälfte eine Frage der Organisation:

  • Aushang im Treppenhaus zwei Tage vorher – mit Zeitraum und Telefon­nummer.
  • Wege abgedeckt, vom Hof bis zur Wohnungstür.
  • Staub­schutz­wand an der Tür, nicht nur Folie über den Rahmen.
  • Feste Arbeits­zeiten. Kein Aufstemmen vor acht.
  • Treppenhaus wird jeden Abend gefegt, nicht am Ende der Woche.

Das kostet am Tag eine gute halbe Stunde. Es spart die Beschwerde bei der Haus­verwaltung, und die kostet mehr.

Schornsteinkopf wird mit dem Bohrhammer Ziegel für Ziegel abgetragen
Ziegel für Ziegel von oben. Ein Zug wird erst zurückgebaut, wenn der Schornstein­feger ihn schriftlich freigegeben hat.
Kohlezeit

Warum in fast jeder Wohnung ein Schornstein steckt

Bis in die neunziger Jahre wurde hier mit Kohle geheizt. Jede Wohnung hatte Öfen, und jeder Ofen brauchte seinen eigenen Zug. Als die Zentral­heizung kam, wurden die Züge stillgelegt und zugeputzt – verschwunden sind sie nicht.

Beim Rückbau tauchen sie wieder auf: als Vorsprung in der Wand, als Kasten in der Ecke, manchmal als ganzer Schornstein­kopf im Dachraum. Zwei Dinge sind dann wichtig. Erstens tragen manche dieser Züge mit, sie stehen nicht nur herum. Zweitens gilt ein Zug erst dann als stillgelegt, wenn es vom Schornstein­feger schriftlich vorliegt – nicht, wenn seit zwanzig Jahren kein Ofen mehr dranhängt.

Wir bauen einen Zug erst zurück, wenn beides geklärt ist. Bis dahin bleibt er stehen, auch wenn er im Weg ist. Mehr zum Schornstein­rückbau.

Unterm Dach

Was beim Dachgeschossausbau zuerst herausmuss

Kaum ein Dachboden in diesem Ortsteil ist noch Dachboden. Wo früher Wäsche hing und Verschläge standen, sind Wohnungen entstanden – und wo noch keine sind, ist meistens eine geplant.

Vor dem Ausbau steht der Rückbau, und der hat es in sich: alte Verschläge und Trennwände, Fußboden­aufbauten aus Schlacke und Sand, Dämmung zwischen den Balken, manchmal Reste alter Elektrik. Alles muss über dasselbe enge Treppenhaus nach unten, durch das später auch das neue Material nach oben soll.

Deshalb lohnt es sich, den Rückbau mit dem Aufbau zusammenzudenken: Wer zuerst räumt und dabei die Wege freihält, spart dem nächsten Gewerk Tage. Wir stimmen uns dafür direkt mit Ihrer Bauleitung ab.

Vor Ort

Wo wir hier arbeiten

Rund um den Kollwitzplatz und im Winsviertel stehen die aufwendig sanierten Altbauten – hier geht es meist um einzelne Wohnungen, Bäder und Grundriss­änderungen. Im Helmholtzkiez und um die Schönhauser Allee ist die Mischung größer: Wohnungen, Gewerbe im Erdgeschoss, Laden­rückbau bei Mieter­wechsel. Im Bötzowviertel und am Thälmannpark kommen Hinter­häuser und Werkstatt­gebäude dazu.

Vom Büro in der Prenzlauer Allee sind wir in jedem dieser Kieze in wenigen Minuten. Für eine Besichtigung heißt das: meistens noch am selben oder am nächsten Tag.

Abriss

Abriss im Hof

Nicht jeder Auftrag hier ist eine Entkernung. Häufig geht es um den Hof: eine alte Remise, ein Schuppen, eine Garage, ein zugebauter Seiten­flügel.

Der Weg dorthin führt durch die Toreinfahrt, und damit ist die Größe des Geräts festgelegt. Wir tragen solche Bauten von oben ab und fahren das Material laufend weg.

Was an einer Nachbarwand hängt, wird vorher geprüft. Eine gemeinsame Giebelwand bleibt stehen.

Mehr dazu: Hausabriss, Garagen abreißen, Wand­durchbruch.

Häufige Fragen

Was Auftraggeber hier meistens fragen

Was kostet eine Entkernung im Gründerzeit­altbau?

Das entscheidet sich an vier Dingen: Fläche, Bodenaufbau, Etage und Stellplatz für den Container. Eine Wohnung mit Dielen über Holzbalken­decke bringt deutlich mehr Material als eine mit Estrich auf Betondecke. Den Preis nennen wir nach der Besichtigung, schriftlich und nach Positionen.

Wie lange dauert eine Wohnungs­entkernung?

Das hängt vor allem am Weg nach draußen, nicht an der Fläche. Zwei Wohnungen gleicher Größe können sich um Tage unterscheiden, wenn eine im Vorderhaus im ersten Stock liegt und die andere im Quergebäude im vierten. Bei der Besichtigung sagen wir Ihnen einen Zeitraum, an den wir uns halten.

Arbeiten Sie nach Leistungs­verzeichnis?

Ja. Positionen mit Menge und Einheit, prüfbar für Ihre Abrechnung. Liegt Ihr eigenes LV vor, kalkulieren wir darauf und melden Abweichungen, bevor sie entstehen. Mehr für Auftrag­geber.

Bekomme ich eine Foto­dokumentation?

Ja, bei jedem Auftrag. Vor­gefundener Zustand, freigelegte Bauteile, Endzustand – geordnet, mit Datum und Raumbezug. Gerade im Altbau ist das wichtig, weil hinter Wand und Estrich regelmäßig etwas auftaucht, das vorher niemand sehen konnte.

Was passiert mit dem Material?

Getrennt wird schon in der Wohnung: Holz, Metall, mineralischer Bauschutt und Restmüll jeweils für sich. Sortenrein ist die Entsorgung günstiger als eine Mischmulde – das kommt Ihrer Abrechnung zugute. Wie wir entsorgen.

Wer bei Ihnen steht

Wer hier aufstemmt, öffnet zwei Schichten. Das gehört in die Kalkulation, nicht in die Nachforderung.

So arbeiten wir

Sie sprechen mit dem, der die Arbeit macht. Wer zur Besichtigung kommt, macht auch den Preis – und steht am Tag der Arbeit selbst im Staub.

Die Bilder auf dieser Seite sind von unseren eigenen Baustellen. Kein Bild ist gekauft, keines gestellt.

Der nächste Schritt

Zehn Minuten vor Ort genügen

Schicken Sie uns die Adresse und ein paar Fotos, oder lassen Sie uns vorbeikommen. Wir sehen uns die Wohnung an, messen den Weg, sagen Ihnen, was geht – und schicken das Angebot nach Positionen.

Lieber schreiben statt sprechen? Hier geht es mit E-Mail und Fotos.
Ihre Angaben nutzen wir nur, um Ihre Anfrage zu beantworten.

Alles zur Entkernung

Kevin, der digitale Assistent von DEMIUS — Bild von einer KI erzeugt Kevin antwortet sofort KI — dieser Assistent ist eine künstliche Intelligenz und antwortet rund um die Uhr