Abriss und Entkernung in Steglitz und Zehlendorf
Hier steht meist kein Mietshaus, sondern ein Haus mit Garten – oft das Haus der Eltern. Der Rückbau ist dann nur der letzte Teil einer größeren Sache.
Niemand weiß mehr, was wo liegt
Bei einem Mietshaus gibt es Pläne, eine Verwaltung und einen Hausmeister. Bei einem Einfamilienhaus gibt es meist nur den Keller und die Erinnerung der Kinder.
Wo die Heizung angeschlossen ist, wann der Anbau kam, ob unter dem Teppich noch Parkett liegt – das weiß oft niemand mehr genau.
Deshalb fangen wir hier anders an. Zuerst gehen wir durchs ganze Haus, vom Dachboden bis in die letzte Kellerecke, und machen Fotos. Erst danach wird gerechnet.
Ein Haus, das vierzig Jahre bewohnt war, hat mehr Schichten als jede Mietwohnung. Keine davon steht im Grundriss.Aus der Praxis
Der Öltank im Keller
In vielen Häusern dieser Gegend steht noch eine Ölheizung, und damit ein Tank. Der ist der erste Punkt auf der Liste – vor jeder anderen Arbeit.
Und er ist der einzige, den wir nicht selbst erledigen. Ab 1.000 Litern Anlagenvolumen gilt nach § 45 AwSV Fachbetriebspflicht: Entleeren, Reinigen und Demontieren darf nur ein zertifizierter Betrieb.
Unterirdische Tanks sind zusätzlich prüfpflichtig. Oberirdische ab 10.000 Litern, in Wasserschutzgebieten schon ab 1.000 Litern. Und die Stilllegung wird der unteren Wasserbehörde angezeigt.
Für Sie heißt das: Wir koordinieren den Ablauf, aber wir setzen uns nicht über ihn hinweg. Erst ist der Tank sauber stillgelegt und dokumentiert, dann kommt der Rest des Kellers heraus.
Das klingt nach Umweg und ist keiner. Ein Haus mit ordentlich stillgelegtem Tank verkauft sich besser als eines, bei dem der Käufer diese Frage stellt.
Was in einem Haus von 1962 steckt
Die Substanz ist meist solide: massive Außenwände, Betondecken über dem Keller, ein Dachstuhl aus Holz.
Die Einbauten sind es selten. Typisch sind ein gefliestes Bad mit gemauerter Wanne, Nachtspeichergeräte oder Ölheizung, dünner Estrich im Keller und ein Anbau aus den Achtzigern mit anderem Bodenaufbau.
Dazu Dämmungen, die später zwischen die Sparren kamen, und Leitungen, die in drei Etappen ergänzt wurden.
Beim Rückbau heißt das: Das Haus selbst bleibt, was es ist. Heraus kommt, was in fünfzig Jahren hineingebaut wurde.
Wenn mehrere entscheiden müssen
Oft ruft nicht ein Eigentümer an, sondern eine Erbengemeinschaft. Drei Geschwister, zwei Städte, eine Immobilie.
Wir schreiben das Angebot deshalb so, dass es auch der versteht, der nie im Haus war: Positionen einzeln, Fotos vom Zustand, ein klarer Termin.
Beauftragen kann einer mit Vollmacht der anderen. Wir brauchen keine Einigkeit über alles – nur Klarheit darüber, wer unterschreibt und wer die Rechnung bekommt.
Haushaltsauflösung oder Entkernung?
Das sind zwei verschiedene Dinge, und die Unterscheidung spart bares Geld.
Haushaltsauflösung heißt Möbel, Hausrat, Keller, Dachboden. Vieles davon können Angehörige selbst erledigen oder über Verschenkgruppen loswerden.
Entkernung heißt Bad, Küche, Bodenbeläge, Leitungen, Innenwände – alles, wofür Werkzeug und ein Container nötig sind.
Bei der Besichtigung sagen wir, was in welchen Topf gehört. Wenn Sie den Dachboden selbst räumen, steht das nicht in unserer Rechnung.
Vom Dach bis zur freien Fläche
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Decke
Balken frei, Dämmung heraus. Mineralwolle wird eigens gesammelt, nicht untergemischt. -
Entkernt
Wenn alles heraus ist, sieht man das Tragwerk. Es bleibt stehen. -
Auf Stützen
Das Dach auf Stützen, die Wände darunter weg. So wird zurückgebaut, wenn oben noch etwas halten muss. -
Fertig
Am Ende eine freie Fläche. Kein Trümmerhaufen – darauf kann etwas Neues anfangen.
Warum hier vieles einfacher ist
Nach den Innenstadtbezirken ist ein Einfamilienhaus eine Erleichterung. Der Container steht auf dem eigenen Grundstück. Es gibt eine Zufahrt, oft eine Garage, meist keine Nachbarn hinter der Wand.
Das verkürzt die Wege und damit die Zeit. Wo in Kreuzberg jeder Eimer vier Etagen hinuntergeht, rollt hier die Karre zehn Meter.
Geprüft wird trotzdem vorher: Trägt die Einfahrt einen vollen Container? Wie nah ist der Nachbarzaun? Wo liegen Leitungen im Vorgarten?
Was den Preis hier bestimmt
Die Menge. Ein vierzig Jahre bewohntes Haus mit Keller und Dachboden hat mehr Material als drei Mietwohnungen.
Die Trennung. Sortenrein getrennt ist die Entsorgung deutlich günstiger als eine Mischmulde. Bei Hausrat lohnt sich das besonders.
Die Vorarbeiten. Öltank, Zählerabmeldung, Kaminkehrer – das läuft parallel, muss aber vorher angestoßen werden.
Wir rechnen nach Positionen ab. Was im Angebot steht, steht auch auf der Rechnung. Kommt beim Öffnen etwas heraus, das vorher niemand sehen konnte, melden wir es mit Foto, bevor weitergearbeitet wird.
Wo wir hier arbeiten
In Steglitz, in Lankwitz und in Lichterfelde – dort stehen die Siedlungshäuser der fünfziger und sechziger Jahre.
In Zehlendorf, in Dahlem und in Nikolassee die größeren Häuser mit Garten, oft mit Anbau und ausgebautem Dach.
Unser Büro steht in der Prenzlauer Allee. Für den Südwesten planen wir eine Besichtigung am Stück ein – lieber einmal richtig durch das ganze Haus als zweimal halb.
Wenn der alte Kessel herauskommt
Steht der Heizungstausch an, kommt zuerst der alte Kessel heraus – samt Speicher, Verteiler und den Rohren, die niemand mehr braucht.
Das ist gute Arbeit für uns, weil fast alles Metall ist. Metall wird getrennt verwertet und bringt Erlös, der in die Abrechnung einfließt.
Nachtspeichergeräte sind der zweite häufige Fall. Sie sind schwer, sie sitzen an der Wand, und sie werden als Elektrogerät entsorgt – nicht im Bauschutt.
Den Kaminkehrer brauchen Sie ohnehin für die Abmeldung. Den Termin stimmen wir mit ab, damit nicht zweimal jemand kommen muss.
Abriss auf dem Grundstück
Beim Elternhaus bleibt es selten beim Innenausbau. Fast immer steht noch etwas auf dem Grundstück: eine Garage, ein Carport, ein Gartenhaus, ein Anbau, manchmal ein alter Swimmingpool.
Das läuft in derselben Fuhre mit. Ein Termin, ein Container, eine Rechnung – das ist günstiger als zwei Anfahrten.
Soll das ganze Haus weichen, ist das eine eigene Sache: mit Abbruchanzeige, Trennung der Anschlüsse und Freilegen des Untergrunds.
Mehr dazu: Hausabriss, Garagen, Gartenhäuser.
Was Auftraggeber hier meistens fragen
Können wir Möbel vorher selbst herausholen?
Ja, und das lohnt sich. Alles, was Sie selbst räumen, steht nicht in unserer Rechnung. Wir sagen Ihnen vorher, was sich lohnt und wofür Sie besser Hilfe holen – etwa bei schweren Schränken in engen Treppenhäusern.
Was ist mit dem Garten und dem Gartenhaus?
Machen wir mit. Gartenhaus, Carport, alte Terrassenplatten, Zäune – das läuft in derselben Fuhre. Mehr zum Abriss von Gartenhäusern.
Das Haus soll verkauft werden – was lohnt sich?
Meist weniger, als man denkt. Ein besenrein leeres Haus verkauft sich gut; eine halbfertige Sanierung selten besser. Wir sagen ehrlich, wo der Rückbau dem Verkauf nützt und wo Sie das Geld dem Käufer überlassen sollten.
Und wenn Schadstoffe auftauchen?
Dann wird an dieser Stelle gestoppt. Bei Häusern dieser Zeit sind alte Bodenkleber, Dämmungen und Fliesenkleber die üblichen Kandidaten. Wir melden es mit Foto, Sie entscheiden über die Beprobung, die Sanierung macht ein Fachbetrieb.
Was passiert mit dem Material?
Getrennt wird schon im Haus: Holz, Metall, mineralischer Bauschutt, Elektrogeräte und Restmüll jeweils für sich. Metall bringt Erlös, der in die Abrechnung einfließt. Wie wir entsorgen.
In diesen Häusern findet man vieles erst, wenn man nachsieht. Deshalb sehen wir nach.
So arbeiten wir
Sie sprechen mit dem, der die Arbeit macht. Wer zur Besichtigung kommt, macht auch den Preis – und steht am Tag der Arbeit selbst im Staub.
Die Bilder auf dieser Seite sind von unseren eigenen Baustellen. Kein Bild ist gekauft, keines gestellt.
Einmal durch das ganze Haus
Schicken Sie uns die Adresse und ein paar Fotos, oder lassen Sie uns vorbeikommen. Wir gehen vom Dachboden bis in den Keller, sortieren, was wirklich heraus muss, und schicken das Angebot nach Positionen.